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Klimawandel

Montag, 12.12.2016

Studie: Emission steigt stark

Methangas gefährdet Klimaziele

Rekord-Emissionen des Treibhausgases Methan gefährden nach Einschätzung von Forschern den Kampf gegen den Klimawandel. Woher die großen Mengen des klimaschädlichen Gases kommen, ist unklar.

Gasbrenner in einem Ölfeld. In den letzten Jahren gab es einen unerwartet starken Anstieg der Methangas-Emissionen. Forscher vermuten unter anderem Lecks bei der Gasförderung durch sogenanntes Fracking.

Laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift "Environmental Research Letters" veröffentlicht wurde, sind die Methan-Emissionen in den vergangenen zehn Jahren völlig unerwartet zehnmal schneller angestiegen als von 2000 bis 2006. Methan-Emissionen entstehen in der Landwirtschaft sowie beim Verbrennen fossiler Brennstoffe. Die Lebensdauer des Methans in der Atmosphäre ist zwar kürzer als beim ebenfalls klimaschädlichen Kohlendioxid, Methan bindet aber rund 20 Mal mehr Hitze aus der Sonnenstrahlung und heizt die Atmosphäre daher stärker auf.

Auch in der industriellen Landwirtschaft entstehen große Mengen Methangas. Diese werden teilweise in Biogasanlagen gespeichert und genutzt.

Die Gründe für die stark steigenden Methan-Emissionen sind noch unklar. Als mögliche Quellen gelten demnach der steigende Kohleverbrauch in China und Lecks bei der Gasförderung durch Fracking-Unternehmen in den USA. Das Methangas gefährdet das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens: Wenn sich die Weltgemeinschaft nicht mit den Methan-Emissionen befasse, werde es "zunehmend schwieriger", die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Die Wissenschaftler fordern daher "dringend" zusätzliche Maßnahmen, um den Ausstoß von Methan einzudämmen.

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