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Klimawandel

Freitag, 18.01.2013

Globale Bilanz von 2012

Platz zehn der wärmsten Jahre

Die globale Durchschnittstemperatur für 2012 beträgt 14,6 Grad Celsius und liegt 0,57 Grad über dem langjährigen Mittel. Damit belegt das vergangene Jahr einen zehnten Platz in der Liste der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1880. 2012 ist das 36. Jahr in Folge mit einer positiven Abweichung vom langjährigen Mittelwert. Somit festigt sich der Trend weiter, dass sich die Erde in den vergangenen Jahrzehnten signifikant erwärmt hat. Allerdings hat sich das Temperaturanstieg in den letzten Jahren verlangsamt.

Vor allem in den USA sehr warm

Vor allem in der Osthälfte der USA hatte 2012 eine markante positive Abweichung von langjährigen Mittel. In Europa war der Wärmeüberschuss deutlich geringer, in Skandinavien und Zentralasien war es sogar etwas kälter als im Mittel. Bildquelle: NOAA

Vor allem in den USA gab es in 2012 einen deutlichen Wärmeüberschuss, dort war es sogar das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Als Grund hierfür ist die extreme Hitze- und Dürreperiode zu nennen. Im Mittleren Westen und Osten der USA gab es dutzende neue Allzeit-Hitzerekorde. Die Rekorddürre führte aber auch zu verheerenden Ernteausfällen und regionaler Trinkwasserknappheit in den genannten Gebieten.

Tabelle zeigt die zehn wärmsten Jahre

Die Tabelle zeigt die zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen. Auf Platz 1 steht 2010 mit einer Abweichung von 0,66 Grad Celsius, 2012 belegt den zehnten Platz mit einer Abweichung von 0,57 Grad. Bildquelle: NOAA

In Europa war der Wärmeüberschuss weniger deutlich ausgeprägt. Grund hierfür mag der eher durchwachsene Sommer mit vielen verregneten Tagen, aber auch die markante Kältewelle Anfang des Jahres gewesen sein, die im Februar 2012 ganz Europa erfasste. In Teilen Skandinaviens und in Zentralasien war es sogar etwas kühler als im langjährigen Mittel, auch das könnte mit der außerordentlich strengen Winterkälte im Januar und Februar zusammenhängen.

Eisfebruar dämpfte Wärmeüberschuss

Anfang 2012 flutete eisige Frostluft ganz Europa. Es folgte eine ungewöhnlich scharfe Kältewelle und der kälteste Februar seit mehreren Jahrzehnten, was den Wärmeüberschuss von anderen Monaten zum Teil ausgleichen konnte. Bildquelle: Hans-Jörg Schuster

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