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Klimawandel

Sonntag, 26.05.2013

Klimaerwärmung schwächer?

Neue Studie bringt Diskussionen

Eine neue Studie zur Klimaerwärmung in den kommenden Jahrzehnten hat für Verwirrung gesorgt. Die Studie von Forschern um Alexander Otto von der Universität Oxford besagt, dass die extremsten Szenarien der Klimaerwärmung weniger wahrscheinlich geworden sind. Einige Medien hatten daraus geschlussfolgert, dass die erwartete Temperaturspanne der Klimaerwärmung somit generell nach unten korrigiert wurde. Dies wiesen die Autoren der Studie jedoch entschieden zurück.

Kontroverse Diskussionen um neue Klimastudie

Eine Studie der Universität Oxford sorgt zurzeit für Diskussionen. Sie besagt, dass die Extrem-Szenarien der globalen Erwärmung bis 2100 weniger wahrscheinlich geworden sind - eine generelle Anpassung nach unten sei dies aber keinesfalls, eher eine Bestätigung der bestehenden Erwärmungsprognosen. Bildquelle: dpa

Stattdessen betonen sie, dass sich an der Prognose der Klimaerwärmung insgesamt kaum etwas ändern wird, da die Extremszenarien wahrscheinlich eh nicht eintreffen werden. Die Zahlen: Zuvor wurde von einer erwarteten globalen Erwärmung von 2,2 bis 4,7 Grad bis zum Jahre 2100 ausgegangen. Dies wurde in der besagten Studie auf 1,2 bis 3,9 Grad korrigiert. Dennoch seien die Ergebnisse dieser Studie trotz der Korrektur voll im Einklang mit den aktuellen Klimamodellen und Erwärmungsszenarien - von einer Anpassung nach unten könne keine Rede sein.

Der Wirbel um die Klimastudie, das scharfe Dementi der Autoren und die ausgesprochen diplomatische Formulierung wirft ein Schlaglicht auf das Minenfeld, dass die Klimaforschung mittlerweile geworden ist. Seit Jahren wird eine hitzige Debatte zwischen Klimaskeptikern und -befürwortern geführt, die in den vergangenen Monaten an Schärfe zugenommen hat und teilweise dogmatische Züge trägt. Unrühmlicher Tiefpunkt ist ein Bericht des Umweltbundesamts, in dem einige "Klimaskeptiker" mit Namen erwähnt werden und vor deren Thesen sogar gewarnt wird.

Klimadebatte führt zu nichts

Die Debatte zwischen Klimaskeptikern und -befürwortern wird derzeit mit großer Schärfe geführt. Insgesamt schadet die Dauerdiskussion aber der gesamten Klimaforschung und verwirrt viele Menschen, da sie einfach nicht mehr wissen, was sie glauben sollen und was nicht. Bildquelle: AFP

Hintergrund der scharfen Debatte ist auch, dass sich das Klima in den letzten 15 Jahren nicht mehr signifikant erwärmt hat. Daraus leiten einige Klimaskeptiker eine Trendwende ab und den "Beweis", dass es keine menschengemachte Erwärmung gibt. Die meisten Klimaforscher halten die Stagnation dagegen für eine vorübergehende Schwankung, die völlig normal ist und nichts mit einer Trendwende oder einer Abschwächung der globalen Erwärmung zu tun hat.

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