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Klimawandel

Sonntag, 04.12.2011

Pessimismus in Durban

Klimagipfel gerät ins Stocken

Beim Klimagipfel in südafrikanischen Durban macht sich wenige Tage vor dem Ende Pessimismus breit. Die Chancen, noch einen verbindlichen Konsens über ein Nachfolgabkommen des 2011 auslaufenden Kyoto-Protokolls zu finden, stehen aktuell schlecht. Das Hauptproblem ist die hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in China, Russland, den USA und in vielen Schwellenländern. Diese Staaten fürchten starke wirtschaftliche Nachteile, wenn sie sich zu verbindlichen Zusagen zur CO2-Reduktion überreden lassen.

Klimakonferenz gerät ins Stocken

Der Klimagipfel im südafrikanischen Durban steht auf der Kippe. Wenige Tage vor dem Ende der Konferenz sind die Verhandlungen ins Stocken geraten. Bildquelle: UNFCCC

Auch in Deutschland rechnen Klimaexperten, Umweltverbände und die Politik angesichts der stockenden Verhandlungen kaum noch mit einem nennenswerten Erfolg des Klimagipfels in Durban. Ein Scheitern wäre aber angesichts der immer deutlicher sichtbar werdenden Anzeichen des Klimawandels und der unvermindert hohen globalen CO2-Emissionen ein verheerendes Signal. Umweltverbände hoffen, dass wenigstens unilateral innerhalb der Europäischen Union verbindliche Klimaziele formuliert werden, auch wenn die EU allein den Klimawandel nicht stoppen kann.

Dabei gibt es in Durban durchaus einen Konsens darüber, dass dringend etwas getan werden muss, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren und die dramatischen Folgen der Klimaerwärmung zu minimieren. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise fürchten viele Länder jedoch die enormen Investitionen, die nötig wären, um Ihre Abhängigkeit von (billigen) fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas zu durchbrechen. Solange diese Haltung sich nicht verändert, ist ein verbindliches Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls sehr unwahrscheinlich.

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