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Wetterrückblick

Mittwoch, 30.10.2019

Rückblick Oktober 2019

Reichlich Regen und meist warm

Das wechselhafte Wetter im September hat sich im Oktober fortgesetzt. Nach unterkühltem Start gab auch der Spätsommer noch mal ein Gastspiel. In den meisten Regionen regnete es reichlich, teils fielen sogar enorme Mengen.

Trotz vieler Regentage erlebte man im Oktober zwischendurch auch goldene Momente. Hochs sorgten zeitweise für viel Sonne und Wärme, wie hier in Rheinhessen. Bild: Carmen von Weschpfennig

Mit 10,9 Grad lag das landesweite Monatsmittel knapp zwei Grad über dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Der Oktober begann zunächst ausgesprochen kühl. Um die Monatsmitte herum gelangte mit südwestlichen Winden Mittelmeerluft zu uns, sodass noch mal ein letzter Hauch von Spätsommer durchs Land wehte. Mit 27,7 Grad meldeten Ohlsbach im nördlichen Schwarzwald am 13. Oktober sowie Müllheim bei Freiburg am Folgetag den bundesweit höchsten Wert. Auch einige Nächte verliefen mit Tiefstwerten um 15 Grad sehr mild.

Der Oktober 2019 war 1,9 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Ähnlich warm waren auch die vergangenen zwei Jahre ausgefallen.

Im letzten Monatsdrittel lenkte ein Tief kältere Luft zu uns. Anschließend pendelten die Temperaturen der Jahreszeit entsprechend im einstelligen Plusbereich. Zum Monatsende trat verbreitet Frost bis minus 6 Grad auf. Hinsichtlich der Regensummen zeigte sich die erste Oktoberhälfte sehr nass. Mit über 80 Liter pro Quadratmeter kam rund ein Drittel Regen mehr als im Klimamittel zusammen. In einigen Regionen wie der Prignitz oder Niederlausitz regnete es jedoch mit etwa 35 Liter deutlich weniger.

Im Oktober 2019 fiel mit über 80 Liter pro Quadratmeter ein Drittel mehr als im langjährigen Mittel. Allerdings waren die regionalen Unterschiede groß.

In der Nacht zum 16. Oktober intensivierten sich die Niederschläge an einer Kaltfront über Norddeutschland. Teilweise entluden sich sogar für die Jahreszeit schwere Gewitter. In Bergen (Lüneburger Heide) wurde mit rund 52 Liter pro Quadratmeter die größte Tagesmenge gemessen. Mit insgesamt über 230 Liter prasselte der meiste Regen in den Staulagen des Schwarzwaldes und dem Allgäu nieder. Ein Frontensystem aus Südwesten ging am 18. Oktober mit teils schweren Sturmböen einher, die im Rheinland auch Schäden verursachten.

Die Sonnenscheindauer erreichte mit rund 105 Stunden fast das langjährige Mittel. Tiefausläufer hatten zeitweise dichte Wolken im Gepäck. Die sonnenscheinarmen Gebiete lagen vor allem im Westen, im Norden und in der Mitte Deutschlands mit gebietsweise nur rund 65 Sonnenstunden. Am längsten schien die Sonne mit bis zu 160 Stunden in Ober- und Niederbayern sowie in den östlichen Bundesländern.

Die Sonnenscheindauer blieb im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre.

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