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Klimawandel

Sonntag, 02.11.2014

Zusammenfassung veröffentlicht

IPCC gibt Synthesereport heraus

Der Weltklimarat IPCC hat am Sonntag in Kopenhagen den IPCC-Synthesereport veröffentlicht. Er fasst die Ergebnisse der drei vorherigen Teilberichte zusammen. Hier die wichtigsten Fakten des mahnenden Papiers.

Die Lage heute: Seit 1950 werde eine kontinuierliche Erwärmung der Atmosphäre und der Ozeane registriert, während die Eismassen und Gletscher zurückgingen. Zugleich werde ein Anstieg des Meeresspiegels gemessen. Der Zeitraum von 1983 bis 2012 sei wahrscheinlich die wärmste 30-Jahres-Periode der vergangenen 1400 Jahre, die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre seit mindestens 800.000 Jahren beispiellos. Zusammen mit weiteren Faktoren seien diese Gase höchstwahrscheinlich der Hauptgrund für die Erderwärmung.

Wenn nicht rasch Schritte zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unternommen würden, drohten tiefgreifende und irreversible Veränderungen des Weltklimas, warnt das Expertengremium. Bildquelle: dpa

Die weitere Entwicklung: Bis Mitte des 21. Jahrhunderts werde die Arktis im Sommer wohl weitgehend eisfrei sein. Zugleich werde der Permafrost zurückgehen und die Gletscher weiter abtauen. Der Anstieg des Meeresspiegels betrage in der Folge - je nach Szenario - wahrscheinlich 26 bis 82 Zentimeter. Selbst wenn effektive Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase ergriffen würden, sei nach 2100 mit einer langfristigen Veränderung des Weltklimas zu rechnen. Wenn nichts unternommen wird, drohe eine Erwärmung um vier Grad.

Ohne eine deutliche Reduktion der Treibhausgasemissionen rechnet der Weltklimarat mit einem weiteren Temperaturanstieg und einer Zunahme der Wetterextreme. Bildquelle: dpa

Die Handlungsempfehlungen: Um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten, sei eine Reduzierung des Ausstoßes der Treibhausgase um 40 bis 70 Prozent zwischen 2010 und 2050 notwendig. Bis 2030 müssten weltweit jährlich mehrere hundert Milliarden Euro in die Umstellung auf erneuerbare Energien und in Maßnahmen zur Einsparung von Energie investiert werden. Aussagen zu in den entsprechenden Fachkapiteln des Uno-Klimareports noch eingeräumten Unsicherheiten fanden in dem Schlussbericht keine Erwähnung mehr.

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