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Mittwoch, 11.10.2017

Zwischen Erde und Mond hindurch

Asteroid verfehlt Erde nur knapp

Am Morgen des 12. Oktober rast ein Asteroid von der Größe eines Einfamilienhauses haarscharf an der Erde vorbei. Würde er mit der Erde kollidieren, wären die Folgen denjenigen des Asteroiden vom Februar 2013 über Russland vergleichbar.

Asteroid 2012 tc4 kommt der Erde am 12. Oktober bis auf 44.000 Kilometer nahe. Das entspricht etwa dem dreieinhalbfachen Erddurchmesser. Bild: NASA

Am 12. Oktober 2017 um 07.45 Uhr unserer Zeit rast der Asteroid 2012 tc4 in einer Entfernung von nur 44.000 Kilometer an der Erde vorbei. Der nach astronomischen Maßstäben extrem nahe Vorbeiflug kann allerdings nicht mit bloßem Auge beobachtet werden: Mit einem Durchmesser von etwa 30 Meter ist der Himmelskörper dafür zu klein. Astronomen aus aller Welt werden die Passage jedoch mit Teleskopen und Messinstrumenten verfolgen. Auch die NASA nutzt die Gelegenheit um mehr über derartige kosmische Brocken zu erfahren.

So wird der Asteroid zwischen Erde und Mond hindurchfliegen. Bild: NASA

Der Asteroid war vor fünf Jahren bei seiner letzten Annäherung an die Erde entdeckt worden und den Wissenschaftlern war sofort klar, dass er der Erde auch in Zukunft immer wieder sehr nahe kommen würde. Seit einigen Wochen haben ihn die Forscher nun wieder auf dem Schirm und seither ist sicher, dass bei der Passage keinerlei Gefahr einer Kollision besteht. Der Asteroid bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 14 Kilometer pro Sekunde durchs All, das entspricht etwa 50.000 Kilometer pro Stunde.

Die Rauchfahne des Meteoriten von Tscheljabinsk war noch lange nach dessen spektakulärem Auseinanderbrechen zu sehen. Bildquelle: dpa

Am 15. Februar 2013 hatte die Erde weniger Glück: Damals ging ein ähnlich großer Himmelskörper über Russland nieder und brach 30 Kilometer über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk auseinander. Durch die dabei ausgelösten Druckwellen wurden mehrere tausend Gebäude teils erheblich beschädigt und rund 1500 Menschen meist durch umherfliegende Glassplitter verletzt. Nach dem Absturz des als Meteorit von Tscheljabinsk bekannt gewordenen Himmelskörpers wurden im Umkreis zahlreiche Meteoritenfragmente gefunden, eines davon wog fast 600 Kilo.

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