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Klimawandel

Donnerstag, 22.05.2014

Vor der WM in Basilien

Tropen-Klima belastet die Teams

Am 12. Juni beginnt die Fussball-WM in Brasilien. Neben der großen sportlichen Herausforderung stellt auch das Klima des südamerikanischen Landes eine nicht zu unterschätzende Hürde für viele Teams dar.

Wohl kein Land der Welt ist so fußballverrückt wie Brasilien, die Austragung der Weltmeisterschaft ist also eigentlich eine logische Konsequenz. Die klimatischen Bedingungen stellen jedoch vor allem für europäische Teams eine enorme Herausforderung dar. Bildquelle: dpa

Brasilien liegt südlich des Äquators und weist ein meist tropisches Klima auf. Vor allem an den Austragungsorten Manaus im Regenwald sowie den Städten Fortaleza, Natal, Recife und Salvador an der Küste muss man sich auf Höchstwerte um 30 Grad und häufige tropische Gewitter einstellen. Dabei können durchaus auch große Niederschlagsmengen zusammenkommen, da an den Küstenorten gerade Regenzeit herrscht. Hinzu kommt die enorme Schwüle bei hohen Temperaturen, die für die meisten europäischen Teams eine echte Herausforderung darstellt.

Tropische Regengüsse sind Alltag in den nördlichen Austragungsorten, genauso wie kurzzeitige Überschwemmungen, wenn die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann. Im kühleren Süden herrscht dagegen Trockenzeit. Bildquelle: dpa

Deutlich erträglicher geht es im subtropisch geprägten Süden zu. An den Austragungsorten Cuiabá, Brasilia, Rio de Janeiro und Belo Horizonte herrscht Winter-Trockenzeit. Zwar sind die Temperaturen tagsüber mit 25 bis 31 Grad ebenfalls hoch, doch die Schwüle ist nicht ganz so schlimm und nachts kühlt es deutlich ab. Das Wetter unterscheidet sich also an diesen Orten nicht wesentlich von einem heißen Sommertag hierzulande - gutes Fußballwetter nach europäischen Maßstäben ist das aber trotzdem nicht.

Wer auch immer den Weltpokal gewinnt, wird wohl nicht nur in spielerischer Hinsicht überzeugen müssen, sondern auch mit dem Tropenklima zurecht kommen. Ob das für die Deutsche Mannschaft spricht? In ein paar Wochen wissen wir mehr. Bildquelle: dpa

Einzig die Austragungsorte Sao Paulo, Porto Alegre und Curitiba weisen ein warmgemäßigtes Klima auf. Da auch dort Winter herrscht, liegen die Höchstwerte meist bei 19 bis 25 Grad. Nachts sind sogar einstellige Tiefstwerte möglich. Zwar ist die Luftfeuchte hoch und es kommt immer wieder zu Nebel, Regenfällen und Gewittern, schwül ist es aber aufgrund der eher niedrigen Temperaturen und des oft fehlenden Sonnenscheins nicht. Die voraussichtlichen Witterungsbedingungen erinnern dort noch am ehesten an "unser" wechselhaftes Sommerwetter.

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