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Unwetter im Rückblick

Freitag, 18.08.2017

Unwetterchaos in Mittelfranken

Orkanböen beschädigen Häuser

Ein heftiges Unwetter hat am 18. August 2017 in Mittelfranken großes Chaos verursacht. Besonders im Landkreis Fürth wurden etliche Häuser beschädigt.

Das Unwetter wütete im Landkreis Fürth besonders schwer. Bild: News5

Schwere Gewitter mit orkanartigen Fallböen entwurzelten in der Ortschaft Stinzendorf etliche Bäume, deckten Dächer ab und brachten eine massive gemauerte Scheune zu Einsturz. Auch andernorts wie in der Stadt und im Landkreis Ansbach musste die Feuerwehr mehr als 150 Mal ausrücken, um blockierte Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien und vollgelaufene Keller leerzupumpen.

Im Fürther Stadtteil Burgfarrnbach beschädigte der Gewittersturm das Dach eines Supermarkts, nachfolgend lief der Verkaufsraum voller Wasser. Auf dem Platz eines Caravanhändlers in Unterfarrnbach überschlugen sich Wohnwagen, gleich mehrere Fahrzeuge lagen auf dem Dach. Unweit davon begrub ein umgekippter Baum zwei Autos. An der Burg Cadolzburg, deren Veste zuvor saniert worden war, stürzten Dachziegel vom Dach. Das Gebäude musste daraufhin gesichert werden.

Auf der A6 zwischen Herrieden und Aurach ging bei heftigem Regen und Hagel zwischenzeitlich gar nichts mehr. Viele Autofahrer hielten auf dem Standstreifen an, weil die Fahrbahn überflutet und die Sicht stark beeinträchtigt war. Auch im Bahnverkehr war wegen Oberleitungsschäden massiv eingeschränkt. Die Besucher des Heavy Metal-Festivals Summer Breeze in Dinkelsbühl kamen glimpflich davon. Sie wurden von dem Unwetter weitestgehend verschont.

Auch in anderen Landesteilen hinterließen die Unwetter große Schäden. Sie waren entlang einer Kaltfront zwischen dem Schwarzwald und Brandenburg entstanden und zogen in den Abendstunden ostwärts weiter. Dabei kam es vor allem in Bayern vielfach zu orkanartigen Böen über 100 Kilometer pro Stunde.

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