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Unwetter im Rückblick

Montag, 11.04.1983

Hochwasser an Rhein und Mosel

Kölner Altstadt teils überflutet

Nach ergiebigen Regenfällen haben Rhein, Mosel sowie deren Nebenflüsse im April 1983 starkes Hochwasser geführt. Die Kölner Altstadt stand unter Wasser. Viele Häuser in Bonn, Koblenz und in den anderen betroffenen Orten waren nur mit Booten erreichbar.

In Osterspai südlich von Koblenz steht die Bundesstraße 42 unter Wasser. Bild: Osterspai Aktuell via Facebook

Nach einer sehr nassen Phase und Tauwetter in den ersten Apriltagen schwollen Rhein und Mosel stark an. In Köln setzte Deutschlands größter Strom die Altstadt unter Wasser und schwappte um die Fundamente des Domes. Am Deutschen Eck bei Koblenz staute er sich samt Mosel ab dem 10. April 1983 zu einer größeren Hochwasserwelle. Südlich von Bonn waren Dutzende Wohn- und Geschäftshäuser von den Fluten betroffen. In Remagen stand die gesamte Rheinpromenade unter Wasser.

Von dem Gebäude der Köln-Düsseldorfer Anlegestelle sah man noch die Schrift aus den Fluten ragen. In Oberwinter verschwanden Teile der neugebauten Hauptstraße. Auch an der Mosel waren Garagen und Keller vollgelaufen. In vielen Orten mussten Kähne und Stege eingesetzt werden, um die Bewohner zu versorgen und zu transportieren. Am 11. April 1983 wurde am Rheinpegel Speyer ein Höchstwert von 8,29 Meter gemessen, höher war der Pegel bei einem weiteren Hochwasserereignis anderthalb Monate später.

Im Koblenzer Stadtteil Pfaffendorf nutzen die Bewohner Schlauchboote als Transportmittel. Bild: Monika Freund / Stadtgeschichte Koblenz via Facebook

Der Pegel in Trier erreichte am 12. April einen Höchststand von 10,26 Meter, ein paar Zentimeter mehr waren es beim Januarhochwasser 1995. In Stadtbredimus in Luxemburg wurde damals ein Höchstpegel von 9,51 Meter an der Mosel registriert, die Fluten erreichten sogar die erste Etage einiger Häuser

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