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Unwetter im Rückblick

Freitag, 08.04.2011

Massenunfall durch Staubsturm

Trockene Felder und Sturmböen

Ein Staubsturm hat am 8. April 2011 auf der Autobahn 19 nahe Rostock zu einer Massenkarambolage geführt. Dabei kamen zehn Menschen kamen ums Leben, fast Hundert wurden verletzt.

Ein Feuerwehrauto fährt auf der Autobahn A19 bei Kavelstorf in der Nähe von Rostock unmittelbar hinter der Unfallstelle in eine weiße Wand aus Sand. Bild: dpa

Dutzende Autos rasten ineinander und brannten aus. Die Feuerwehr brauchte mehrere Stunden, die Feuer zu löschen. Die Fahrbahnen glichen an der Unfallstelle einem Trümmerfeld. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos eingeklemmt. Augenzeugen berichteten von einer regelrechten Wand aus Sand, als sie in eine leichte Senke hinter einem Waldstück hineinfuhren. Die Sichtweite ging schlagartig auf wenige Meter zurück, sodass die Autofahrer quasi "blind" in die Unfallstelle rasten.

Feuerwehrleute sind nach der Massenkarambolage im Einsatz. Bei dem Sandsturm sind in beiden Fahrtrichtungen Dutzende Fahrzeuge und LKW ineinander gefahren. Bild: dpa

Insgesamt waren 300 Rettungskräfte im Einsatz. Die Autobahn war mehrere Tage lang voll gesperrt. Der Grund für die Katastrophe war die andauernde Trockenheit, der die umliegenden frischgepflügten Felder ausgetrocknet hatte. Am Unglückstag wehte zudem im Ostseeumfeld ein stürmischer Wind mit schweren Sturmböen von bis zu 100 Kilometer pro Stunde. Der kräftige Wind wirbelte die staubtrockenen und sandigen Böden auf, sodass riesige Sand- und Staubwolken über die Felder und schließlich über die Fahrbahnen fegten.

Über weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns fegen schwere Sturmböen hinweg. Teilweise zeigt der Windmesser Böen um 100 Kilometer pro Stunde.

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