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Unwetter im Rückblick

Samstag, 01.03.2008

Orkan EMMA richtet Schäden an

Tausende Haushalte ohne Strom

Mit Spitzenböen bis Tempo 150 ist Orkantief EMMA am 1. März 2008 über Deutschland gefegt. Feuerwehr und Polizei waren in vielen Regionen im Dauereinsatz. Im Bahnverkehr kam es zu massiven Störungen.

Der Sturm zerstört unweit von Deggendorf in Bayern eine Scheune. Bild: Christian Sedlmeier

EMMA hinterließ zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März 2008 enorme Schäden. In Deutschland starben durch den Sturm vier Menschen, weitere sechs Menschen in Tschechien und Österreich. Dächer wurden abgedeckt, etliche Bäume entwurzelt. In vielen Regionen kam es zu Stromausfällen, in Baden-Württemberg knickten sogar einige Strommasten um. In Mittelfranken und Oberbayern waren 100.000 Menschen vorübergehend ohne Strom.

Orkan EMMA verursacht am 1. März 2008 enorme Schäden. In Osterhofen im Kreis Deggebdorf reißen Orkanböen die Kirchturmspitze der Asambasilka ab. Sie stürzt auf das Kirchendach. Bild: Christian Sedlmeier

Am Frankfurter Flughafen wurden etliche Flüge gestrichen, auch die Deutsche Bahn war massiv betroffen. Umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Strecken. In Brühl zwischen Köln und Bonn fuhr ein ICE in einen umgestürzten Baum.

Selbst in tieferen Lagen werden Spitzenböen bis Tempo 150 registriert.

Im Flachland wurden Spitzenböen von 110 bis 150 Kilometer pro Stunde gemessen. Die stärkste Böe in tieferen Lagen meldete Chemnitz mit 151 Kilometer pro Stunde. Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurde eine Böe von 162, auf dem Wendelstein von 223 Kilometer pro Stunde registriert. Damit war EMMA, was die stärksten Böen betrifft, sogar stärker als KYRILL im Januar 2007.

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