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Unwetter im Rückblick

Sonntag, 13.05.2018

Unwetter an Vater- und Muttertag

Sturzfluten und Hagelmassen

Gewitter mit heftigem Regen und Hagel haben am 10. und 13. Mai 2018 große Schäden verursacht. In Hamburg war ein Haus sogar einsturzgefährdet. Andernorts türmte sich der Hagel einen halben Meter hoch.

Nach heftigem Regen am Vatertag versinkt in Hamburg ein Auto in einem 20 Meter großen Loch. Bild: NonstopNews

An Christi Himmelfahrt wüteten starke Gewitter besonders in den Regionen von Franken über die Landesmitte bis nach Norddeutschland. Allein in Hamburg rückte die Feuerwehr zu Hunderten Unwettereinsätzen aus, Straßen standen teilweise bis zu einem Meter unter Wasser. Die Wassermassen rissen im Stadtteil Lohbrügge eine metertiefe Schlucht vor einem Mehrfamilienhaus und unterspülten es. Das Gebäude war zwischenzeitlich einsturzgefährdet. Auch den Ort Oststeinbek östlich der Hansestadt hat das Unwetter unter Wasser gesetzt.

Im unterfränkischen Ort Ginolfs türmten sich die Hagelberge zum Teil einen halben Meter hoch und mussten mit Traktoren beiseite geräumt werden. Im thüringischen Schönbrunn wurde die Ortsdurchfahrt vom Schlamm umliegender Felder überspült. Nur wenige Tage später tobten am Muttertag neue Unwetter. Betroffen war diesmal ein Streifen vom Emsland über Hessen und Thüringen bis nach Südbayern.

Hagelmassen in der Rhön. Bild: extremwetter.tv / Jens Uhlig

Im Vogelsbergkreis standen Straßen unter Wasser, Keller liefen voll, Schlamm wälzte sich Abhänge herunter. In Feldatal wurde ein Auto vom Wasser mitgerissen und gegen eine Hauswand geschleudert. Verletzte gab es zum Glück nicht. Im ostfriesischen Wirdum ließ zudem ein Blitzeinschlag ein Wohnhaus in Flammen aufgehen. Die darin wohnende vierköpfige Familie brachte sich in Sicherheit. Schlimm traf es auch Osnbrück, wo einige Stadtviertel überflutet wurden.

Sogar die A30 zwischen Hannover und Amsterdam musste zeitweise voll gesperrt werden, als sich das Wasser über einen halben Meter tief auf der Fahrbahn sammelte. Einige Fahrzeuge blieben in den Regenfluten stecken. So musste die Feuerwehr eine Familie mit kleinen Kindern aus ihrem Fahrzeug retten, da in dieses bereits Wasser eindrang. Die Unwetter brachten den Flugverkehr am Airport Köln/Bonn durcheinander. Maschinen mussten an umliegenden Flughäfen landen, einzelne Flüge wurden gestrichen.

Verantwortlich für die Unwetter war eine sogenannte Konvergenz: Winde aus Ost und West über Deutschland prallten zusammen. Genau dort lag die Konvergenz, an der sich starke Gewitter entwickelten.

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