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Unwetter im Rückblick

Freitag, 19.05.2017

Schlammfluten und riesiger Hagel

Schäden durch schwere Unwetter

Schwere Unwetter haben vor allem im Osten Deutschlands gewütet. Schlamm- und Wassermassen rissen Autos mit und ließen sogar einen Zug entgleisen. Außerdem hagelte es teilweise sehr stark.

Von heftigen Gewittern mit Starkregen und Hagel wurden vor allem Thüringen und Sachsen-Anhalt getroffen. Regenfluten schossen dort durch einige Ortschaften und setzten Straßen und Wege zum Teil einen halben Meter hoch unter Wasser. In Bad Bibra in der Nähe von Halle rissen Überschwemmungen sogar Autos mit. Auf der Bahnstrecke zwischen Gera und Jena sprang ein Regionalzug aus den Schienen, nachdem bei einem Unwetter Schlamm und Geröll die Gleise verschüttet hatten. Sieben Menschen wurden bei dem Unglück leicht verletzt.

Die Autobahn 38 bei Querfurt wurde ebenfalls zeitweise komplett gesperrt, weil Schotter auf die Fahrbahn gespült worden war. Neben sintflutartigen Regengüssen richtete in einigen Gebieten auch starker Hagelschlag Schäden an. Besonders heftig erwischte es das Weimarer Land in Thüringen. Dort zerschlugen Hagelgeschosse von bis zu zehn Zentimeter Größe sogar Rollläden und Dachfenster. Andernorts sah es nach Hagelgewittern aus wie im Winter, als eine dicke Hagelschicht den Boden bedeckte.

Hagel auf einem Fußballplatz in der Nähe von Jena in Thüringen. Bild: Bernd März

In Norddeutschland entluden sich gebietsweise ebenfalls heftige Gewitter. In Hamburg brachen Schiedsrichter in der Fußball-Oberliga aus Sicherheitsgründen mehrere Spiele ab, damit Spieler und Zuschauer nicht in Gefahr gerieten. Platzregen überflutete dort ebenfalls Straßen. Auf zwei U-Bahnlinien musste zeitweise der Betrieb eingestellt werden, weil sich Wasser und Schlamm auf die Schienen ergossen hatten. Ein Blitzschlag führte zudem zu einer Stellwerksstörung. Am Flughafen kam es wegen des Unwetters zu Verspätungen und Flugausfällen.

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