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Unwetter im Rückblick

Dienstag, 12.09.2017

IRMA bricht Sturm-Rekord

Hurrikan verwüstet Karibikinseln

Hurrikan IRMA hat Anfang September 2017 in der Karibik eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Inseln Barbuda, Saint-Martin, Puerto Rico sowie der Norden Kubas glichen riesigen Trümmerfeldern. Mindestens 80 Menschen starben.

Irma verwüstete die Karibikinsel St. Martin. Über 90 Prozent der Häuser auf der Insel wurden beschädigt, 60 Prozent davon waren nach dem Sturm unbewohnbar. Bild: jcgaleazzi

Hurrikan IRMA war einer der schwersten jemals in der Karibik registrierten Tropenstürme und der erste tropische Wirbelsturm, der eine andauernde Windgeschwindigkeit von 297 Kilometer pro Stunde für 37 Stunden erreichte. Einige Gegenden wurden so schwer verwüstet, dass sie für lange Zeit als unbewohnbar gelten. Am 6. September traf der Wirbelsturm zunächst mit voller Wucht die Insel Barbuda mit ihren rund 1600 Menschen. Regierungschef Gaston Browne teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, die Insel sei "nur noch ein Haufen Schutt".

Auch der französische Teil der Karibikinsel Saint-Martin wurde größtenteils zerstört. Danach wütete IRMA auf den Jungferninseln, Saint-Barthélemy und Puerto Rico. In dem US-Außengebiet war die Lage dramatisch: Mehr als die Hälfte der rund drei Millionen Einwohner war ohne Strom. Flüsse traten über ihre Ufer, Bäume knickten um. Der Hurrikan legte anschließend über dem warmen Meer erneut an Kraft zu und verstärkte sich zu einem Hurrikan der Kategorie 5.

Der Rekord-Hurrikan pflügte sich ein Mal komplett durch die Karibik und durch ganz Florida. Die Schadensspur war viel breiter als die hier markierte Zugbahn des Sturmkerns.

Am 8. September erreichte der Wirbelsturm mit Böen bis Tempo 240 den Norden Kubas. Zudem peitschten bis zu 15 Meter hohe Wellen an die Küsten. IRMA hinterließ immense Schäden an Wohngebäuden, Krankenhäusern, Fabriken und Lagerhallen. Dabei starben allein in Kuba zehn Menschen. Tausende Menschen waren zuvor in Notunterkünfte gebracht worden. Am 10. September traf der Hurrikan mit Kategorie 4 und Spitzenböen bis 210 Kilometer pro Stunde auf die Inselkette Florida Keys.

Schwere Verwüstungen gab es auch in Kuba. Bild: dpa

Rund 90 Prozent der Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Boote wurden auf Land gespült, die Strom- und Wasserversorgung brach zusammen. Auf dem Festland flohen zehntausende Menschen in Notunterkünfte. In Miami verbarrikadierten Anwohner Häuser, Supermärkte wurden regelrecht leer gekauft. Einen Tag später erreichte IRMA mit sintflutartigen Regenfällen den Bundesstaat Georgia und setzte ganze Landstriche unter Wasser. Nachfolgend schwächte sich der Wirbelsturm rasch ab.

Im Südosten der USA starben mindestens 39 Menschen durch die Auswirkungen des Hurrikans. Die versicherten Schäden in den USA und der Karibik liegen nach bisherigen Schätzungen zwischen 32 und 50 Milliarden Dollar.

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