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Wetterrückblick

Samstag, 01.12.2012

Rückblick November 2012

Trüb und im Süden nass

Der November hat sich in diesem Jahr wieder von seiner gewohnt trüben Seite gezeigt. Dass sich der extrem trockene und sonnige November 2011 wiederholen würde, war allerdings auch nicht zu erwarten. Die meiste Sonne gab es auf den Bergen, in tieferen Lagen hielt sich oft zäher Hochnebel. Während es im Norden häufig trocken blieb, regnete es im Süden zeitweise ergiebig. Zum Monatsende zog in Teilen Süddeutschlands der Winter mit Schneefällen ein.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 5,2 Grad war der November 0,8 Grad wärmer als im Mittel der letzten 30 Jahre, liegt damit aber im Normalbereich. Von einem "zu warm" wie vielfach verbreitet, kann also überhaupt keine Rede sein. Der mildeste Tag war der 3. November, entlang des Oberrheins wurden knapp 20 Grad gemessen. Die ersten Fröste von unter minus 5 Grad traten um die Monatsmitte auf. In Erfurt lag die Tiefsttemperatur z.B. bei minus 5,2 Grad. Richtung Nordsee und in einigen Ballungszentren im Westen blieb der Monat noch frostfrei.

Novembertemperatur nicht ungewöhnlich

Deutlich ist allerdings der Trend zu sehen, dass die Novembermonate in den 2000er Jahren eher oberhalb des Mittelwertes liegen.

Im Mittel fielen im November 62 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind rund 10 Prozent weniger als der langjährige Klimawert, solche kleinen Abweichungen sind aber überhaupt nicht ungewöhnlich. Regional waren die Unterschiede dagegen groß. Während im Westen und Norden des Landes nur wenig Regen gab, war es von Baden-Württemberg und Bayern bis nach Sachsen sehr nass. Beispiel: In Freiburg wurden 130 Liter pro Quadratmeter gemessen, in Hamburg waren es nur 30.

Zurück zur Normalität

Nach dem extrem trockenen November im letzten Jahr war es wieder ein normaler November.

Ähnlich wie beim Niederschlag lagen auch die Sonnenstunden etwa 10 Prozent unter dem Mittel der letzten 30 Jahre. Wie im Herbst üblich, kamen die Regionen, wo sich Nebel und Hochnebel lange halten konnte, am schlechtesten weg. Als ein typischer Vertreter ist die Donauregion zu nennen. In Regensburg schien die Sonne im gesamten Monat nur 23 Stunden lang. Richtung Alpen und auf den Bergen gab es entsprechend die meiste Sonne. Der Feldberg im Schwarzwald meldete 92, der Große Arber im Bayerischen Wald 105 und Garmisch 107 Stunden Sonne.

Sonnenstunden im November

Nach dem Sonnennovember im letzten Jahr ist der November seinem Ruf als generell trüber Herbstmonat wieder gerecht geworden.

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