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Wetterrückblick

Freitag, 29.05.2020

Rückblick Frühling 2020

Sonnigster seit Messbeginn

Mit 706 Sonnenstunden war der Frühling rekordsonnig. Durch häufig blauen Himmel blieb auch wenig Platz für Regen. So reihen sich die Monate März bis Mai auf Platz zwei der trockensten der vergangenen 30 Jahre ein. Nur die Temperaturen präsentierten sich durchschnittlich.

In der Zeit von Mitte März bis Ende Mai war der Himmel häufig strahlend blau. Bild: Achim Otto

Mit einer Mitteltemperatur von 9,2 Grad ist der Frühling 0,3 Grad wärmer als im Schnitt der vergangenen 30 Jahre gewesen. Während der April deutlich milder als im Mittel ausfiel, lieferte der März nur Durchschnittskost. Der Mai war sogar über ein Grad kühler. Besonders interessant ist, dass es im Frühling 2020 örtlich mehr Tage mit Bodenfrost gab als im gesamten vorangegangenen Winter. Dies war zum Beispiel in Berlin und an den Küsten der Fall. Entlang des Rheins reichte es hingegen teils schon an über zehn Tagen für 25 Grad und mehr.

Durch viele kalte Nächte präsentierte sich der Frühling 2020 nur knapp überdurchschnittlich mild.

Mit durchschnittlich 107 Liter Regen pro Quadratmeter war der Frühling der zweittrockenste der vergangenen 30 Jahre. Nur im Jahr 2011 kam weniger Nass vom Himmel. Selbst der Frühling zu Beginn des Dürresommers 2018 war mit rund 140 Liter nasser. In Teilen von Sachsen-Anhalt kamen von März bis Mai sogar weniger als 30 Liter Regen zusammen. Naturgemäß war es in den Bergen deutlich feuchter. Am Alpenrand reichte es teils für 300 bis über 400 Liter. Generell regnete es bis Mitte März häufiger, danach nur noch selten und meist regional begrenzt.

Ein bedenklicher Start in den Sommer: Im Frühling kam kaum mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge der vergangenen 30 Jahre zusammen.

Mit 706 Sonnenstunden war der Frühling 2020 noch vor 2011 der sonnigste seit Messbeginn. Alle drei Monate zeigten sich im Mittel überdurchschnittlich sonnig, wobei der April herausragt. Im Mai blieb die Sonnenscheindauer in der Nordosthälfte örtlich unter dem langjährigen Mittel. Absolut gesehen war es mit knapp 800 Sonnenstunden an den Küsten und im Südwesten am sonnigsten. Bei Koblenz am Mittelrhein schien die Sonne sogar fast doppelt so lange wie in einem durchschnittlichen Frühling.

Beim Sonnenschein reiht sich der Frühling auf Platz eins seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 70 Jahren ein.

(Ein Bericht von Björn Goldhausen aus der WetterOnline Redaktion)

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