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Wetterrückblick

Donnerstag, 31.01.2013

Rückblick Januar 2013

Trübster Monat seit 20 Jahren

Die Sonne hat im Januar 2013 einen schweren Stand gehabt. Mit nur 22 Stunden war es der trübste Monat seit fast 20 Jahren. Noch weniger Sonne gab es zuletzt im Dezember 1993, wo sich die Sonne nicht einmal 20 Stunden lang zeigen mochte. Und nur auf die Januarmonate bezogen war der erste Monat des Jahres sogar der sonnenscheinärmste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1951. Am sonnigsten war es im Flachland mit rund 55 Stunden in Oberstdorf, am seltensten zeigte sich die Sonne mit gebietsweise weniger als 10 Stunden im Westen des Landes.

Mit nur 22 Stunden außerordentlich wenig Sonnenschein

So grau und trübe war es im Januar seit Beginn regelmäßiger Aufzeichungen der Sonnenscheindauer noch nie: Lediglich im Dezember gab es schon weniger Sonne, zuletzt vor fast 20 Jahren im Dezember 1993.

Bei den Temperaturen zeigte sich der Januar dagegen von sehr unterschiedlichen Seiten: Einem extrem milden, ersten Monatsdrittel folgte eine gut 14-tägige Frostperiode, bevor die letzten Monatstage erneut sehr mild ausfielen. Dabei wurden im Südwesten lokal neue Rekordwerte für Ende Januar registriert, wo etwa in Stuttgart fast plus 16 Grad erreicht wurden. Am kältesten war es dagegen mit minus 21,3 Grad nahe Zittau in Sachsen. Da sich die Extremwerte gegenseitig fast ausglichen, wich die Durchschnittstemperatur vom Klimamittel aber kaum ab.

Die Durchschnittstemperatur im Januar: Fast genau im Klimamittel

Trotz einer regelrechten Achterbahnfahrt der Temperaturen zeigt der Monat gegenüber der Vergleichsperiode unterm Strich eine nahezu ausgewogenen Bilanz.

Auch bei den Niederschlägen ergab sich ein sehr uneinheitliches Bild. Während es im südöstlichen Deutschland mit bis zu 150 Prozent des klimatischen Mittels gebietsweise ausgesprochen nass war, blieb es in Teilen des Westens mit nur rund 60 Prozent deutlich trockener als im Durchschnitt der Jahre. Landesweit kamen mit 59 Liter pro Quadratmeter etwa 90 Prozent des Klimamittels von knapp 66 Litern pro Quadratmeter zusammen. Der Monat bilanzierte also trotz aller regionalen Unterschiede letztlich vollauf im Normalbereich.

Die Niederschlagssumme blieb nur wenig hinter dem Klimamittel zurück

Trotz großer regionaler Unterschiede lag die durchschnittliche Niederschlagssumme im Januar mit knapp 60 Liter pro Quadratmeter noch vollauf im Normalbereich der Vergleichsperiode.

Bemerkenswert ist noch die Tatsache, dass ein guter Teil des Gesamtniederschlages im Januar in Form von Schnee fiel. So lag zur Monatsmitte fast landesweit eine geschlossene Schneedecke, die sogar in einigen Regionen des Westens beachtliche 15 bis 20 Zentimeter Höhe erreichte und wegen der anhaltenden Frostperiode auch lange Zeit liegen blieb. Lediglich im Südwesten kam es zwischenzeitlich auch zu Regen, der bei Minusgraden allerdings am Boden gefror und sich so am 20. Januar zu einer extremen Glatteiswetterlage auswachsen konnte.

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