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Freitag, 12.08.2011

Höhepunkt der Perseiden

Wolken schränken den Blick ein

In der Nacht zum Samstag erreichen die Sternschnuppen des Schwarms der Perseiden ein Maximum der Aktivität. Doch lässt das Wetter eine Beobachtung zu?

In der ersten Nachthälfte ist es verbreitet dicht bewölkt, im Süden Bayerns gibt es aber noch größere Wolkenlücken, bevor es sich später zu zieht. Gegen 22 Uhr lohnt sich dort durchaus mal ein Blick Richtung Sternenbild der Perseiden tief im Nordnordosten. Zur besten Beobachtungszeit zwischen 02 und 04 Uhr bestehen am ehesten in Norddeutschland, insbesondere von der Lüneburger Heide bis zur Oder, Chancen für einen größeren wolkenfreien Bereich. Ansonsten versperren Wolken den Blick zum Himmel.

In der Nacht zum Sonntag dürfte es dann im Süden und Südosten einige Wolkenlücken geben, allerdings wird an beiden Tagen der Blick auf die Sternschnuppen durch das helle Licht des Mondes überstrahlt. Einige Sternschnuppen sollten aber im wolkenfreien Bereich dennoch erspäht werden.

Perseiden wieder sichtbar

Eine Kompositaufnahme der Perseiden aus der Nacht zum 11. August 2011. Sie besteht aus knapp 40 Einzelaufnahmen und wurde in den USA über Georgia aufgenommen. Bildquelle: NASA's Meteoroid Environment Office

Ursache für das nächtliche Schauspiel am Himmel ist die Staubfahne des Kometen "Swift-Tuttle", welche die Erde jedes Jahr im August durchquert. Ihre nur millimeter großen Staubkörnchen treffen mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Sekunde auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre, wo sie urplötzlich abgebremst werden. Dabei werden sie infolge der Reibung mit den Luftmolekülen bis zur Weißglut erhitzt und verglühen in Bruchteilen von Sekunden. Dabei malen die aufblitzenden Teilchen ihre leuchtende Spur in den Nachthimmel.

Leoniden-Sternschnuppenregen über Spanien

Einen sehr imposanten Sternschnuppenregen bringen häufig auch die Leoniden hervor, wie hier im November 2002 über Cape Creus an der spanischen Mittelmeerküste. Die über 70 Schnuppen strahlen alle aus dem Sternbild Löwe, lateinisch Leo, aus, wodurch der Eindruck eines rasanten Fluges durch den Weltraum entsteht. - Bildquelle: J. C. Casado & I. Graboleda, Spanien

Größere Meteore malen dabei regelrechte Lichtbahnen in den Himmel, deren gleißende Leuchtspuren sekundenlang nachglimmen. Und weil sich die Erde auf ihrer Bahn durchs All gegenwärtig auf das Sternbild "Perseus" zu bewegt scheinen alle Schnuppen dieses Schwarmes aus diesem Sternbild auszustrahlen. Deshalb werden sie auch "Perseiden" genannt. Auch andere periodische Sternschnuppenschwärme werden nach den jeweils in "Fahrtrichtung" der Erde gelegenen Sternbildern benannt.

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