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Montag, 02.12.2019

Die Wetterextreme des Monats

Das ist im Dezember möglich

Man muss nicht weit zurückgehen, um sich die möglichen Extreme des Dezembers in Erinnerung zu rufen: Von einem durchweg weißen Dezember 2010 mit Schneerekorden bis hin zu einem frühlingshaften Weihnachtsmonat 2015 ist alles drin.

In den Hochlagen des Erzgebirges lag ab Mitte Dezember 2010 weit über ein Meter Schnee. Ein stürmischer Wind wehte den Schnee am Aschberg am Nordwestrand des Mittelgebirges sogar bis an die Dächer. Bild: Christian Herold

Der winterlichste Dezember der jüngeren Geschichte hat uns vor neun Jahren kalt erwischt: Bereits Ende November 2010 startete der Winter mächtig durch und ließ uns bis Januar nicht mehr los. Trotz aller Probleme auf Straße und Schiene blieben uns doch die verschneiten Weihnachten in jenem Jahr besonders positiv in Erinnerung. Teils lagen Rekordschneehöhen von 30 bis 70 Zentimeter im Flachland. Der Monat endete mit einer negativen Temperaturabweichung von rund fünf Grad, aber es geht noch kälter!

Am ersten Weihnachtstag 2010 lag zum ersten Mal seit 1981 im ganzen Land Schnee. Dabei wurden in einigen Städten sogar Rekordschneehöhen verzeichnet.

Der kälteste Dezember in Deutschland seit Messbeginn vor rund 140 Jahren bildete den Auftakt des Jahrhundertwinters 1890/91. Damals lag die Monatsmitteltemperatur bei minus 5,3 Grad und damit nochmals anderthalb Grad unter der von 2010. Ganz Mitteleuropa und selbst England versanken in Eis und Frost. Die extremsten Dezember-Kältewellen im 20. Jahrhundert gab es 1939, 1962 und 1969, als tagelang unter minus 20 Grad gemessen wurden. Der tiefste jemals in Deutschland registrierte Wert betrug minus 32,4 Grad am 29.12.1939 in Hüll in Oberbayern.

Das wärmste Weihnachtsfest erlebten wir 2012: In Freiburg konnte man bei knapp 20 Grad den Weihnachtsbraten kurzentschlossen gegen Grill-Steaks auf der Terrasse tauschen. Bild: Kamera24

Aber auch das Gegenteil ist möglich: Im Dezember 2015 gab es bis Silvester in den Mittelgebirgen und Alpen bis 1500 Meter Höhe keinen Schnee und kaum Frost. Stattdessen präsentierten sich viele Tage frühlingshaft bei Höchstwerten von 10 bis 15 Grad. Mit einer Mitteltemperatur von 6,5 Grad wurde der bis dato wärmste Dezember seit Messbeginn aus dem Jahr 1934 um bemerkenswerte zwei Grad überboten. Die höchste Spitzentemperatur im Dezember gab es jedoch wann anders: Am 16.12.1989 wurde es in Müllheim südlich von Freiburg sommerliche 24 Grad warm.

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