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Freitag, 28.04.2017

Rückblick April 2017

Eiskalte zweite Monatshälfte

Der April hat in diesem Jahr zwei Gesichter gezeigt: Einem sehr warmen Start folgte nach Monatsmitte ein fast schon spätwinterlich kalter Witterungsabschnitt mit Schnee und Spätfrösten. Diese hatten regional dramatische Folgen.

Spätfröste machten der Natur in der zweiten Monatshälfte schwer zu schaffen. Bild: dpa

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 7,5 Grad war der April der kälteste seit 16 Jahren. Vor allem die zweite Monatshälfte zeigte sich teilweise fast spätwinterlich mit Schneefällen bis ins Flachland und Nachtfrösten. In der Nacht zum 20. zeigte das Thermometer fast landesweit Werte unter dem Gefrierpunkt an. Obstbauern und Winzer erlitten durch die späten Minusgrade teilweise Totalverluste. Die erste Monatshälfte verlief dagegen sehr mild mit einigen fast frühsommerlichen Tagen. Am wärmsten war es dabei am 10. am Oberrhein mit 26,1 Grad.

Mit einer Mitteltemperatur von 7,5 Grad war der April nur unwesentlich wärmer als der März.

Trotz des oft wechselhaften Wetters mit vielen Schauern war der April im Landesmittel mit rund 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter relativ trocken. Dabei waren die regionalen Unterschiede groß: Während im Süden teilweise über 200 Liter zusammenkamen, gab es in Teilen von Rheinland-Pfalz und im Saarland im ganzen Monat kaum einen Tropfen Regen. Die dort seit Monaten andauernde Dürre ging also unvermindert weiter. Besonders markant waren auch die heftigen Schneefälle an den Alpen gegen Monatsende.

Im Durchschnitt fiel im April weniger Niederschlag als üblich, die regionalen Unterschiede waren aber sehr groß.

Die Sonnenscheindauer im April lag etwa im Bereich des langjährigen Mittels. Zwar zeigte sich der Monat wieder einmal ausgesprochen launisch, doch zwischen den Schauern hatte die Sonne immer wieder genug Platz. So kamen trotz des Fehlens einer stabilen Schönwetterphase fast überall reichlich Sonnenstunden zusammen. Am häufigsten schien die Sonne im Südwesten, dort sogar verbreitet länger als im Durchschnitt. Am trübsten war es rund ums Erzgebirge, wo sich immer wieder dichte Wolken stauten.

Beim Sonnenschein bewegte sich der April mit im Schnitt 152 Stunden etwa im Normalbereich.

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