WetterOnline ( http://www.wetteronline.ch )

Wetternews

Donnerstag, 22.06.2017

Unwetterbilanz

Hagel, Tornado und Bahnchaos

Hagel, Sturmböen und ein Tornado: Heftige Gewitter haben im Norden und Nordosten für viele Schäden und chaotische Verhältnisse gesorgt. Ein Mann kam ums Leben, der Bahnverkehr wurde im Norden zeitweise eingestellt.

Mit einer gewaltigen Böenwalze brach am Donnerstagvormittag ein heftiges Unwetter über den Norden Deutschland herein. Es war der Auftakt einer Schwergewitterlage, die im Tagesverlauf in weiten Teilen Deutschlands für Wetterkapriolen sorgte. Bild: Sylvia Euler

Schwere Unwetter haben am Donnerstag in weiten Teilen Deutschlands für Wetterkapriolen und einige Schäden gesorgt. Los ging es schon am Vormittag im Norden, dort zog eine gewaltige Unwetterfront mit eindrucksvoller Böenwalze auf. Vor allem die Region rund um Hamburg wurde schwer getroffen, im Stadtteil Harburg gab es sogar einen kurzlebigen Tornado. Bei Uelzen in Niedersachsen stürzte ein Baum auf ein Auto und erschlug einen darin sitzenden Mann. Der Bahnverkehr im Norden wurde zeitweise eingestellt, zehntausende Reisende saßen fest.

Mehr als ein halbe Million Blitze wurden am Donnerstag über Mitteleuropa registriert, so viele wie nur selten. Daten: Nowcast

In den Mittagsstunden bildeten sich dann auch im Westen Gewitterzellen, die teilweise innerhalb von wenigen Minuten entstanden. Vor allem vom südlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Hessen und Baden-Württemberg zogen teils sehr heftige Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen durch. In Göttingen prasselten innerhalb von kurzer Zeit bis zu 50 Liter Regen vom Himmel, im Umkreis gab es Schlammlawinen und Überschwemmungen. Die Gewitter trafen aber nicht jeden, regional blieb es auch den ganzen Tag trocken und mit bis zu 37 Grad drückend heiß.

Große Hagelgeschosse fielen in Rosdorf im Kreis Lemshausen (Niedersachsen) vom Himmel und beschädigten Autos und Häuser. Bild: Mario Bretzler

Abends zogen die Gewitter in den Osten Deutschlands, wo sie zu einem großen, zusammenhängenden Gewittercluster verschmolzen. Vor allem in Sachsen kam es dabei nochmals zu schweren Sturmböen, Hagel und hohen Regensummen. Von den Niederlanden zog in den Abendstunden eine Kaltfront mit viel Wind und neuen Gewittern in den Nordwesten Deutschlands, auch dabei gab es örtlich Unwetter. Im Süden passierte dagegen kaum etwas, von vereinzelten Gewittern abgesehen blieb es dort den ganzen Tag sonnig und drückend heiß.

Link zu dieser Seite / Seite empfehlen

Das Wetter in ...