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Montag, 27.02.2017

Rückblick Winter 2016/2017

Teils rekordverdächtig trocken

Der Winter 2016/17 ist sehr sonnig gewesen und teilweise so trocken wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dafür war er der kälteste seit vier Jahren. Vor allem im Januar gab es regional wochenlang Dauerfrost und Schnee.

Der Winter 2016/17 hat sich vor allem durch trockenes und häufig kaltes Wetter ausgezeichnet. Regen oder Schnee gab es dagegen kaum. Bild: Timo Winkelnkemper

Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,3 Grad ist der Winter der kälteste seit dem Winter 2012/13 gewesen. Ursache war der vor allem im Süden sehr kalte Januar mit teils wochenlangem Dauerfrost. Dabei wurden am Alpenrand Extremwerte von unter minus 25 Grad gemessen. Auch tagsüber blieb es dort oft um minus 10 Grad kalt. Im Norden und Westen war es zwar milder, aber auch dort froren Seen und Flüsse vielerorts zu. Der Dezember und der Februar fielen zwar deutlich milder aus, für einen milden Gesamtwinter reichte es aber nicht.

Fast eine Punktlandung: Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,3 Grad lag der Winter 2016/17 nach drei sehr milden Wintern in Serie fast genau auf dem langjährigen Mittel.

Mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von nur 55 Liter pro Quadratmeter war es der trockenste Winter seit 1995/96. Im Südwesten fiel sogar seit 1972/73 nicht mehr so wenig Regen oder Schnee. Hochdruckgebiete gaben den Ton an und sorgten zwar für häufig kaltes, aber eben auch trockenes Wetter. Erst im Januar brachte Sturmtief EGON auch im Flachland den ersten Schnee. Doch danach dominierte erneut trocken-kaltes Hochdruckwetter. Der fehlende Niederschlag führte zu starkem Niedrigwasser in den Flüssen und oft schneefreien Hochlagen.

Kaum Regen oder Schnee: So trocken ist der Winter mindestens seit 1995/96 nicht mehr gewesen. Im Südwesten war er sogar der trockenste seit 1973.

Das trockene Hochdruckwetter brachte vor allem im Dezember und im Januar auch sehr viel Sonnenschein. Mit durchschnittlich 167 Sonnenstunden war der Winter so sonnig wie seit 2007/08 nicht mehr. Vor allem im Süden gab es viele wolkenlose Tage, doch aufgrund hartnäckiger Nebel- und Hochnebelfelder dabei gebietsweise auch beträchtliche Unterschiede. Im Norden war es generell deutlich trüber als im Rest des Landes, weil dort immer wieder schwache Wetterfronten mit wolkenreicher Nordseeluft durchzogen.

Das trockene Hochdruckwetter sorgte auch für viele Sonnenstunden: Seit 2007/08 gab es nicht mehr so viel Sonnenschein wie im Winter 2016/17.

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