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Klimawandel

Freitag, 23.12.2016

Fast alle Monate rekordwarm

2016 bricht erneut Wärmerekord

Das Jahr 2016 wird wohl erneut sämtliche Wärmerekorde brechen. Fast alle Monate waren so warm wie noch nie. Vor allem die Entwicklung in der Arktis ist alarmierend.

Schon wieder ein neuer Wärmerekord: 2016 wird wohl erneut das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880.

Laut der amerikanischen Wetterbehörde NOAA und der Weltwetterorganisation WMO wird das Jahr 2016 global rund 1,2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Damit würden die bisherigen Rekordjahre 2014 und 2015 noch knapp übertroffen. Fast jeder Monat hat neue Wärmerekorde aufgestellt, erst im Oktober flachte der Aufwärtstrend etwas ab. Ursache dürfte die extreme Kälte in Sibirien sein, aber auch der beginnende Klima-Einfluss von La Nina, einem Wetterphänomen, das mit einer kühlen Meeresströmung im zentralen Pazifik verbunden ist.

Die von dem Wetterphänomen La Nina verursachte kühle Meeresströmung im Pazifik dämpfte den globalen Wärmeüberschuss in der zweiten Jahreshälfte zwar etwas, doch für einen neuen Wärmerekord reichte es trotzdem noch.

Vor allem in der Arktis gab es in diesem Jahr dramatische Entwicklungen. Das Eis schmolz im Sommer zwar nicht ganz auf die rekordniedrigen Werte von 2012, bildete sich danach im Herbst aber nur sehr zögerlich wieder neu. Teilweise war es im Nordpolargebiet mehr als zwanzig Grad wärmer als üblich, auf Spitzbergen gab es bis in den Dezember hinein immer wieder Regen und Plusgrade. Da es zur gleichen Zeit aber in Sibirien bis zu zwanzig Grad kälter war als üblich, hatte die extreme Wärme am Nordpol kaum Auswirkungen auf das globale Mittel.

Extreme Wärme in der Arktis: Mit absurden Abweichungen von bis zu zwanzig Grad war der Herbst über dem Nordpolarmeer so warm wie noch nie.

In Deutschland wird 2016 nur rund ein Grad wärmer als im langjährigen Mittel ausfallen. Das liegt an den etwas kühleren Monaten Oktober und November, die das Jahresmittel leicht nach unten zogen. Der Monat mit dem größten Wärmeüberschuss war der September mit einer Abweichung von rund 3,5 Grad. Auffällig waren auch die vielen Extremwetterlagen: Im Juni gab es eine beispiellose Unwetterserie und im August und September wochenlange Dürre. Einige Klimaforscher vermuten, dass die hartnäckigen Extremwetterlagen mit dem Klimawandel zusammenhängen.

Heftige Unwetter mit Sturzfluten wie hier in Simbach am Inn verwüsteten Anfang Juni ganze Dörfer. Bleibt die Frage, ob solche ungewöhnlich lang andauernden Extremwetterlagen bereits mit dem Klimawandel zusammenhängen?

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