WetterOnline ( http://www.wetteronline.ch )

Wetternews

Freitag, 12.10.2018

MICHAEL fordert mehrere Opfer

Hurrikan verwüstet Florida

Mit tödlicher Zerstörungskraft hat Hurrikan MICHAEL die Südostküste der USA großflächig verwüstet. Dabei kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Es war der stärkste Wirbelsturm, der den Westen Floridas seit Beginn der Wetteraufzeichnungen getroffen hat.

Zahlreiche Gebäude werden im Nordwesten des US-Bundesstaats Florida dem Erdboden gleichgemacht. Bild: dpa

Hurrikan MICHAEL hinterlässt eine breite Spur der Verwüstung: Ganze Ortschaften wurden zerstört, etliche Häuser stürzten ein, Bäume knickten reihenweise um. An der Golfküste wurden außerdem große Landstriche meterhoch überschwemmt. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf mindestens sechs gestiegen. Rettungskräfte befürchten in den Trümmern weitere Tote. Das ganze Ausmaß der Schäden zeichnet sich nur nach und nach ab, da noch viele Straßen durch Trümmerteile und umgestürzte Bäume versperrt sind.

Die Menschen in den betroffenen Gebieten wurden derweil mit Strom, Wasser und Essen versorgt. US-Präsident Donald Trump erklärte den Katastrophenfall für Florida und rief den Notstand in Georgia aus, um Bundesmittel für die Bundesstaaten freizugeben. MICHEAL war am Mittwoch in der Nähe des Ortes Mexico Beach in Florida auf Land getroffen - als Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Er lag damit nur knapp unter der höchsten Kategorie fünf.

Das fast wolkenfreie Auge des Hurrikans im Satellitenbild: Beim Auftreffen des Wirbelsturms auf Floridas Küste lösen Windstille und Sonnenschein das stundenlange Toben der Orkanböen kurzzeitig ab. Dann erhebt sich der Sturm und entfesselt seine Kraft erneut. Bild: dpa

Der tropische Wirbelsturm war einer der stärksten, die jemals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen das amerikanische Festland erreichten. Der Sturm gewann unerwartet schnell an Stärke, und viele Menschen brachten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit. Über Land wurde MICHAEL rasch zum Tropensturm herabgestuft und überquerte nachfolgend die US-Bundesstaaten Alabama, Georgia und North Carolina. Auch dort kam es jedoch zu Sturmschäden und Überschwemmungen.

Der ex-Hurrikan erreicht am Sonntagabend voraussichtlich das Seegebiet zwischen Irland und Nordspanien.

Am Freitag zieht ex-Hurrikan MICHEAL weiter auf den Atlantik. Ausgangs des Wochenendes wird er als außertropisches Tief dann Westeuropa erreichen. Nach jetzigem Stand sind von Nordspanien bis Südirland kräftige Regenfälle und Sturm zu erwarten. Schwere Unwetter drohen dort aber nicht. Erst Mitte September hatte Tropensturm FLORENCE die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen ums Leben.

(WO/dpa)

Link zu dieser Seite / Seite empfehlen

Das Wetter in ...