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25 Jahre nach dem Lawinenwinter 1999

19:00
17. Februar 2024

Unglück von Evolène
25 Jahre nach dem Lawinenwinter 1999

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In der Nacht zum 22. Februar überrollen gleich zwei Lawinen das Walliser Bergdorf Evolène. Auch tags darauf gehen in der Region Lawinen nieder. - © dpa

Der Lawinenwinter 1999 jährt sich heuer zum 25. Mal. Riesige Neuschneemengen hatten damals im Januar und Februar zerstörerische Lawinen hervorgebracht. Besonders verheerend waren die Lawinenunglücke in Evolène (VS) und im österreichischen Galtür.

Vor 25 Jahren hat die Witterung völlig anders ausgesehen als aktuell. Wegen riesiger Schneemassen und zahlreichen schwerwiegenden Lawinenabgängen war jener Winter als "Lawinenwinter 1999" in die Geschichte eingegangen.

Verbreitet über 5 Meter Schnee

Von Ende Januar bis Ende Februar fielen dazumal in den Staulagen am Alpennordhang innerhalb von 30 Tagen 5 bis 8 Meter Neuschnee. Statistisch gesehen gibt es solch ein Ereignis nur einmal in 50 bis 100 Jahren, abhängig von der Region.

Schneemengen ZugspitzeDiese Messdaten von der Zugspitze zeigen, wie die Schneedecke in drei Schüben und innerhalb von nur vier Wochen um rund 3 Meter gewachsen ist.

Die Kombination aus viel Neuschnee, Sturm und Temperaturschwankungen führte zu vielen verheerenden Lawinenabgängen. Mehrere Tage infolge herrschte die höchste Lawinenwarnstufe 5.

Lawinen begraben Ortsteile

Strassen und Bahnstrecken wurden durch Lawinenabgänge unterbrochen, Orte abgeschnitten und Gebäude zerstört. In Evolène im Wallis, in Chamonix in Frankreich und in Galtür in Österreich kamen bei besonders grossen Lawinen insgesamt mehrere Dutzend Menschen ums Leben.

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In die abgeschnittenen Orte mussten per Helikopter Rettungsteams mit Suchhunden und medizinischem Material eingeflogen werden. Noch viele Jahre später waren Behörden und Betroffene mit der Aufarbeitung der Lawinenunglücke beschäftigt.

Allein in der Schweiz waren nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) rund 1200 Lawinen niedergegangen. Diese richteten einen Sachschaden von über 600 Millionen Franken an und kosteten über 150 Menschen, die meisten davon Schneesportler, das Leben.

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