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Donnerstag, 09.02.2017

Himmelsschauspiel unauffällig

Mond im Halbschatten der Erde

In der Nacht zum Samstag ereignet sich eine sogenannte Halbschattenfinsternis des Mondes. Vom Mond aus gesehen findet eine teilweise Sonnenfinsternis statt. Für Beobachter auf der Erde bleibt das Schauspiel allerdings unauffällig.

Bei einer totalen Mondfinsternis erscheint der Mond kupferrot. Aber auch die einzelnen Stadien der Finsternis bieten überaus reizvolle Motive. Bild-Montage: "Looking Up" by Mike Mezeul II via facebook

Eine totale Mondfinsternis kann ein sehr spektakuläres Himmelsschauspiel sein. Der von der Sonne beleuchtete Teil unseres Trabanten schrumpft immer mehr, bis die ganze Mondscheibe nur noch in dunklem Kupferrot erscheint. Auch wenn der Mond nur teilweise vom Erdschatten verdunkelt wird, ist dies noch ein auffälliges Himmelsereignis. In der Nacht zum Samstag reicht es aber nicht mal für eine solche Teilfinsternis. Vielmehr zieht der Mond nur durch den Halbschatten der Erde und wird lediglich in einen kaum auffälligen Grauschleier gehüllt.

Schaubild einer Halbschattenfinsternis: Der Mond wandert mehr oder weniger knapp am Kernschatten der Erde vorbei. Die Dämpfung des Mondlichts bleibt dabei so unauffällig, dass nur geübte Beobachter diese überhaupt bemerken.

Der sehr unauffällige Beginn der Finsternis findet um 23.34 Uhr durch Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde statt. Erst ab etwa 00.30 Uhr ist für geübte Beobachter eine geringfügige Helligkeitsabnahme zu bemerken. Wenig später, um 01.45 Uhr wird der Höhepunkt der Finsternis erreicht. Noch bis etwa 03.00 Uhr erscheint das Mondlicht dann leicht getrübt. In der letzten Stunde bis zum Ende der Finsternis um 03.53 Uhr durch Austritt aus dem Halbschatten der Erde ist die geringe Verfinsterung dann schon wieder nicht mehr wahrnehmbar.

Etwa so wird der Mond während der Halbschattenfinsternis erscheinen, wo man ihn überhaupt sehen kann. Die Trübung des Mondlichts wird so unauffällig sein, dass sie nur geübte Beobachter wahrnehmen können. Archiv-Bild: Stefan Krause.

Bei einer Halbschattenfinsternis findet - vom Mond aus gesehen - nämlich eine teilweise Sonnenfinsternis statt. Weil aber schon ein Bruchteil der gleißenden Sonnenscheibe ausreicht, um den Mond hell zu erleuchten, fällt eine Halbschattenfinsternis den meisten Menschen gar nicht auf. Selbst geübte Beobachter brauchen dazu perfekte Wetterbedingungen. Denn nur bei wirklich klarem Himmel ohne Dunst oder Wolkenschleier kann die feine Trübung des Mondlichts überhaupt wahrgenommen werden.

Wolkenverteilung kurz vor dem Maximum der Halbschattenfinsternis in der Nacht zum Samstag.

Die Wolkenverteilung ist in der Nacht zum Samstag jedoch für Sternfreunde alles andere als günstig: Meist ist es dicht bewölkt ohne Blick auf Mond und Sterne. Im Südwesten haben die Wolken allerdings größere Lücken, sodass man den Mond zwar nicht durchgehend, immerhin aber zeitweise sehen kann. Allerdings sind dort einige Schnee- oder Schneeregenschauer unterwegs. Auch im Nordosten sind noch Wolkenlücken dabei. Sie sind jedoch kleiner und lassen wahrscheinlich nur selten einen gänzlich unverschleierten Blick auf unseren Trabanten zu.

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