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WetterTicker - Wetter live verfolgen

16:15
30. Januar 2023

Alpen: Grosse Schneearmut
Teils so wenig Schnee wie noch nie

Es liegt sehr wenig Schnee für die Jahreszeit.Im Skigebiet in Zermatt wie hier auf über 2000 Meter liegt Ende Januar sehr wenig Schnee.

In den Schweizer Alpen liegt zurzeit sehr wenig Schnee. An einigen Messstationen ist es so wenig wie noch nie seit Messbeginn. Was heisst das für den kommenden Sommer?

Noch selten ist die Schneedecke in den Bergen Ende Januar so dünn gewesen wie in diesem Jahr: Im Dorf Andermatt am Gotthardpass auf 1440 Meter liegen bloss 19 Zentimeter von der weissen Pracht. So wenig Schnee wie noch nie Ende Ende Januar, wie der Blick in die Messreihe seit dem Jahre 1940 zeigt.

Und Andermatt ist keine Ausnahme. In St. Antönien in den Ostalpen zeigt die Messstelle zurzeit 24 Zentimeter an. Somit wird der dortige Negativrekord gerade egalisiert. Selbst im 1850 Meter hoch gelegenen Nobelskiort St. Moritz werden kaum mehr als 13 Zentimeter gemessen. Der Tiefstwert von 9 Zentimeter liegt nicht mehr allzu weit entfernt.

In Disentis liegt zurzeit kein Schnee.Disentis auf 1200 Meter zeigt sich zurzeit alles andere als winterlich. - © grischa.ch

Aber auch im Hochgebirge zwischen 3000 und 4000 Meter fehlt im diesjährigen Winter viel Schnee. In den Sommer-Gletscherskigebieten von Saas-Fee und Zermatt ist die Rede von einem Schneedefizit von rund 3 Meter. Die Gletscherspalten liegen teilweise blank bis auf die höchsten Gipfeln des Breithorns und der Dufourspitze.

Da bereits die Hälfte des diesjährigen Winters vorbei ist, müsste bis April noch einiges an Neuschnee Fallen, um die Schneearmut noch auszugleichen. Ansonsten starten die Gletscher im Frühling mit einer schlechten Ausgangslage in den Sommer.

Bereits der letztjährige Winter und Frühling brachte in den Südalpen wenig Schnee. Die Folge war eine Rekordeisschmelze von über sechs Prozent an Eisvolumen in den Schweizer Alpen, wie folgendes Video zeigt:

13:12
30. Januar 2023

Kältewelle in Nordafrika
Kamele stapfen im Schnee

In Algerien hat es in den letzten Tagen wiederholt geschneit. Betroffen waren vor allem die höheren Lagen des Atlas-Gebirges. Frost und Schnee wurden aber auch aus Teilen der Sahara gemeldet.

Seit gut einer Woche hat der Winter Teile Nordafrikas fest im Griff. Besonders in den Hochlagen Algeriens und Marokkos schneit es immer wieder, aber auch im Norden der Sahara ist es gebietsweise weiss geworden. Bilder in den Sozialen Medien zeigen Dromedare, wie die einhöckerigen Kamele Nordafrikas heissen, die statt durch Sanddünen durch eine Schneedecke stapfen.

Im WetterRadar kann man die Wetterentwicklung der vergangenen Woche im Zeitraffer verfolgen. Gut sieht man, wie immer wieder Schauer und Gewitter vom Mittelmeer nach Süden ziehen und auch im algerischen Binnenland Niederschläge bringen. Sie fallen im Atlas-Gebirge aber auch in Teilen der südlich angrenzenden Wüstengebiete immer mal wieder als Schnee (rosa Farbtöne):

Die Temperaturen dazu liegen selbst am Mittelmeer meist nur im einstelligen Plusbereich. Im Atlas-Gebirge, das in Algerien bis über 2000 Meter, im angrenzenden Marokko sogar über 4000 Meter hoch ist, herrscht Dauerfrost. Nachts sinken die Temperaturen aber auch in den südlich angrenzenden Randbereichen der Sahara verbreitet unter den Gefrierpunkt.

Die Beharrlichkeit der gegenwärtigen Kälte ist in unserem TemperaturRadar gut zu erkennen. Neben Marokko kennzeichnen auch in Algerien im Westen, in Spanien im Norden und in Tunesien im Osten immer wieder dunkelgrüne und blaue Farbtöne die unterkühlte Wetterlage. Auch dazu hier ein Zeitraffer-Video, das sich über die gesamte letzte Woche erstreckt:

Schnee ist in den Höhenlagen des Atlas-Gebirges im Winter zwar nicht ungewöhnlich, bis hinab in die Randbereiche der Sahara schneit es jedoch selten. Bleibt der Schnee dann sogar liegen, ist das für die dort lebenden Menschen immer wieder eine kleine Sensation.

So ungewohnt solche Bilder auch sind: Dromedare sind von Natur aus gut an extreme Wetterbedingungen angepasst. Ebenso wie sie mit Hitze bestens zurechtkommen, kann ihnen auch Kälte wenig anhaben. Ihre Körpertemperatur kann um bis zu 8 Grad variieren und sich so mühelos auch an kalte Witterung anpassen.

Obwohl es in den kommenden Tagen in der Region kaum noch schneit, bleibt die unterkühlte Witterung im Wesentlichen erhalten. Die Temperaturen steigen zwar etwas an, doch solange sich die vorherrschende Grosswetterlage und damit auch die Hauptwindrichtung nicht grundlegend ändert, hat es auch Kaltluftnachschub aus Norden nicht weit.

12:15
30. Januar 2023

14-Tage-Wetter
Zum Wochenende Wetteränderung

In der zweiten Wochenhälfte fällt am Alpennordhang eine gute Portion Neuschnee. Im Süden sorgt Nordföhn für sonnige Verhältnisse. Ab dem Wochenende macht sich ein Hoch für uns stark.

Das kalte und oft trübe Wetter im Flachland ist Geschichte: Die Grosswetterlage stellt sich komplett um und wir gelangen in eine lebhafte Nordwestströmung.

Bis Mitte der Woche zeigt sich im Westen, im Süden und in den Alpen meist die Sonne. In den zentralen und östlichen Landesteilen bleibt es bei einem Mix aus Sonne, Wolken und schwachen Schneefällen. Die Temperaturen erreichen nordalpin tagsüber bis 6 Grad. Im Tessin treibt böiger Nordwind das Quecksilber bis auf 14 Grad.

Von Donnerstag bis Samstag kommen von den Zentralalpen bis zum Alpstein 50 bis 80 Zentimeter frischer Pulverschnee vom Himmel wie in unserem WetterRadar gut zu erkennen ist. In Staulagen können sogar bis zu einem Meter von der weissen Pracht fallen. Die Schneefallgrenze liegt bei 500 bis 600 Meter. Gegen Westen hin sind die Neuschneefälle schwächer. Ganz trocken und milder bleibt es vom Südwallis bis ins Tessin.

Am Wochenende sonnig und wärmerTageshöchsttemperaturen für kommenden Sonntag.

Am Wochenende dehnt sich ein Hochdruckgebiet von Frankreich zu uns aus. Nur in den Ostalpen hat es stellenweise noch Restwolken. Ansonsten übernimmt die Sonne das Zepter beim Wettergeschehen. In den Alpen kann der frische Pulverschnee beim Wintersport so richtig genossen werden.

Die kommende Woche steht ganz im Zeichen eines kräftigen Hochdruckgebiets, das sich von der Iberischen Halbinsel bis in den östlichen Alpenraum erstreckt. In den Alpen und auf der Alpensüdseite stehen sonnige Tage an. Im Flachland muss zu dieser Jahreszeit mit morgendlichen Nebelfeldern gerechnet werden. Die Auflösungschancen stehen anfangs Februar aber nicht schlecht.

Wieviel Schnee liegt in den Alpen?Mehr erfahren
08:07
30. Januar 2023

Kräuter und Gewürze
Ingwer: Gewürz- und Heilpflanze

IngwerknolleOb als Gewürz für süsse und pikante Gerichte oder als Heilpflanze in der asiatischen Medizin: Ingwer ist eine geschätzte Knolle.

Ob feurig-pikant, pfeffrig-scharf oder süsslich-mild: Kräuter und Gewürze verleihen jedem Gericht eine ganz besondere Note. Die schmackhaften Alleskönner peppen aber nicht nur Speisen und Getränke auf. Wie keine andere Zutat vereinen sie Genuss mit positiven Effekten für die Gesundheit.

So kommt beispielsweise Ingwer zum Verfeinern von Kürbissuppe oder Konfitüre zum Einsatz. Smoothies, Salaten, Dips, Plätzchen oder Kuchen verleiht sein scharfer Geschmack ebenfalls das besondere Etwas.

Seinen Ruf als Gewürz mit gesundheitsfördernder Wirkung verdankt der Ingwer Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen, Scharfstoffen, Vitaminen sowie Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Eisen.

In unserem Beitrag nehmen wir Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Co. genau unter die Lupe und geben einen Überblick über die Herkunft, die Verwendung und die gesundheitsfördernde Wirkung der kleinen Küchenhelfer.

10 gesunde Gewürze und KräuterMehr erfahren
15:17
29. Januar 2023

Nordstau in den Alpen
Wetterwechsel bringt Neuschnee

Wetterkarte mit Drucksystemen für Mitte nächster WocheZwischen einem Hoch und einem Tief treffen in der kommenden Woche mehrere Wetterfronten den Alpenraum und bringen Schnee.

Die neue Woche bringt der Alpennordseite wieder Neuschnee. Mehrere Frontensysteme transportieren mit kräftigem Wind feucht-kalte Luft in den Alpenraum.

Nachdem in den vergangenen Tagen vielerorts Dauergrau durch Hochnebel und im Mittelland eine unangenehme Bise geherrscht hat, dreht sich in der neuen Woche alles um Neuschnee. Die Wetterlage hat sich nun grundlegend umgestellt. Mittelmeertiefs sind in nächster Zeit kein Thema mehr, dafür dominieren gleich mehrere Tiefdrucksysteme nördlich von uns.

Zwischen dem Hoch BEATE über dem Atlantik und Tief NICOLAS gelangt schon zu Wochenbeginn mit einer straffen Nordwestströmung eine Kaltfront in den Alpenraum. Diese trifft Montagnachmittag im Norden des Landes ein und bringt im Jura sowie am zentralen und östlichen Alpennordhang etwas Niederschlag. Die Schneefallgrenze pendelt dabei um etwa 500 Meter.

Mit Durchzug der Front wird es auf den Bergen stürmisch. Besonders am Alpenhauptkamm sind Windspitzen zwischen 80 und über 100 Kilometer pro Stunde möglich, wie das WindRadar zeigt. Wetterbegünstigt ist die Alpensüdseite: Nordföhn sorgt hier meist für sonnige und trockene Verhältnisse.

Neuschnee durch Nordstau

Die nächsten nennenswerten Niederschläge kündigen sich für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an. Besonders von den Berner Alpen bis zum Alpstein sind einige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Auch für das Jura sind ein paar Zentimeter mit dabei. Nach ersten Abschätzungen kommt bis Freitagfrüh in den Glarner Alpen rund ein halber Meter Neuschnee zusammen.

Aufsummierte Neuschneemengen bis Freitagfrüh.Bis Freitagfrüh fällt im Nordstau der Alpen einiges an Neuschnee. In den hellrosa Bereichen sind es meist nur 1 bis 5 Zentimeter.

Durch die kontinuierliche Nord- bis Nordwestströmung gepaart mit feucht-kalter Luft stauen sich die Niederschläge an der Nordseite der Alpen. Die Berge wirken dabei wie eine Barriere für die Luftströmung. Beim Hinströmen auf die Bergkette wird die Luft gezwungen das Hindernis seitlich oder vertikal zu überwinden.

Versuchen die Luftmassen die Alpen vertikal zu überwinden, kühlen sie sich beim Aufsteigen ab und in weiterer Folge kommt es zur Wolken- und schliesslich zur Niederschlagsbildung. In der Schweiz sind typische Nordstauregionen beispielsweise das Berner Oberland, die Zentralschweiz oder das Appenzellerland.

Nicht überall Schneefall

Die Schneefallgrenze schwankt nächste Woche nach derzeitigem Stand immer wieder. Für Schneeflocken bis in tiefe Lagen reicht es nicht immer. Meist fällt Schnee oberhalb von 600 bis 800 Meter Höhe. Zudem treibt auflebender Westwind die Temperaturen im Norden zur Wochenmitte auf Werte um plus 7 Grad. Zweistellige Plusgrade werden es etwa im Tessin.

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