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Wenig Schmelzwasser
Sehr tiefe Wasserstände trotz Regen

Buhne und Steg am Bodensee bei düsterem Wetter.
Trotz des Schauerwetters hat sich der Pegel des Bodensees noch nicht erholt.

Nach dem aussergewöhnlich trockenen April hat es zuletzt wieder häufiger geregnet. An der angespannten Lage vieler Seen und Flüsse hat das bislang jedoch wenig geändert: Die Pegelstände bleiben vielerorts extrem tief.

Besonders stark zeigt sich dies am Bodensee. Beim Untersee liegt der Wasserstand aktuell rund 75 Zentimeter unter dem Median – so tief wie um diese Jahreszeit noch nie. Am Obersee ist die Situation mit etwa 55 Zentimetern unter dem Median ebenfalls markant, aber noch nicht ganz so extrem.

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Auch der Walensee verzeichnet derzeit rekordtiefe Werte für Mitte Mai. Normalerweise erreicht der See zwischen Mitte Mai und Mitte Juni seinen höchsten Wasserstand im Jahresverlauf.

Schon gewusst?

Der Bodensee und der Walensee sind die einzigen grossen Seen, deren Wasserstand nicht aktiv reguliert wird, etwa für den Hochwasserschutz oder zur Stromproduktion.

An zahlreichen weiteren Seen und Flüssen werden ebenfalls tiefe Wasserstände gemessen. Besonders betroffen sind die Einzugsgebiete von Rhein, Aare, Reuss und Limmat. In der Westschweiz präsentiert sich die Lage dagegen deutlich entspannter: Dort liegen die Pegel meist im durchschnittlichen oder sogar leicht überdurchschnittlichen Bereich.

Ein wichtiger Grund: In den Bergen lag diesen Frühling einfach zu wenig Schnee. Dadurch kam auch weniger Schmelzwasser in Seen und Flüsse. Zwar hat es in höheren Lagen zuletzt wieder etwas geschneit, bis dieses Wasser in den Gewässern ankommt, dauert es jedoch noch eine Weile.

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