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1000 Liter Regen möglich
Supertaifun BAVI bedroht Taiwan

Der gewaltige Taifun BAVI im Westpazifik steuert derzeit auf Taiwan zu. Voraussichtlich wird er in der Nacht zum Samstag den Norden der Insel überqueren, auch die Hauptstadt Taipeh treffen.

Dabei drohen Orkanböen über 200 Kilometer pro Stunde, rund 10 Meter hohe Wellen und heftige Regenmengen von bis zu 1000 Litern pro Quadratmeter. Das ist extrem viel. Dadurch sind massive Überschwemmungen und Erdrutsche zu befürchten.

Die Grafik zeigt einen intensiven tropischen Wirbelsturm über dem westlichen Pazifik östlich von Taiwan und den Philippinen. Das Zentrum des Systems ist durch einen hellviolett-weißen Wirbel mit deutlich erkennbarem Auge dargestellt und von einem Ring aus roten und orangefarbenen Bereichen umgeben, die auf die stärksten Windgeschwindigkeiten hinweisen. Ein weißer Pfeil markiert die voraussichtliche Zugrichtung des Taifuns nach Nordwesten in Richtung Taiwan. Westlich des Sturms liegen die Philippinen mit den Städten Manila und Cebu, nördlich davon Taiwan mit Taipeh. Weiter westlich sind die chinesische Küste mit Hongkong sowie Teile Vietnams zu sehen. Die farbige Winddarstellung zeigt außerhalb des Sturmkerns überwiegend grüne Bereiche mit deutlich schwächeren Winden. Weiße Stromlinien verdeutlichen die gegen den Uhrzeigersinn verlaufende Zirkulation des Taifuns auf der Nordhalbkugel. Die höchste Windintensität konzentriert sich rund um das Auge des Wirbelsturms.
Das WindRadar zeigt den Taifun, der sich nun in Richtung Taiwan bewegt.

Der Taifun hat einen Durchmesser von rund 1000 Kilometern, was für einen Wirbelsturm ungewöhnlich groß ist. Deshalb kann er beim Überqueren der Insel sehr lange Regen bringen, was auch die grossen Regenmengen erklärt.

Nach Taiwan trifft BAVI in etwas abgeschwächter Form auf die Ostküste Chinas. Sowohl die Regenmengen als auch die Windböen sind dann nicht mehr ganz so heftig.

Schon gewusst?

Supertaifune zählen zu den stärksten tropischen Wirbelstürmen weltweit und entsprechen einem Hurrikan der höchsten Kategorie 5.

In den vergangenen Tagen hat der Sturm bereits die Inselgruppe Marianen getroffen. Dort wurden Böen über 300 Kilometer pro Stunde gemessen und zahlreiche Gebäude zerstört.

Ein Grund für die vielen starken Taifune könnte El Niño sein, der eine Erwärmung des Meerwassers im östlichen Pazifik zur Folge hat. Während El Niño steigt generell die Wahrscheinlichkeit für kräftige Wirbelstürme im Pazifik.

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