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Saharastaub: Lästig oder nützlich?

09:58
13. April 2026

Dünger aus der Wüste
Die guten Seiten des Saharastaubs

Links: Gartentisch mit Saharastaub. Rechts: Vom Saharastaub getrübter Himmel.

Wenn Autos und Gartenmöbel eine orange-bräunlichen Staubfilm tragen, der Himmel milchig erscheint und das Sonnenlicht gedämpft ist, liegt was in der Luft: Saharastaub. Dieser gelangt aktuell mit südlicher Strömung zu uns und sorgt für die typischen Begleiterscheinungen.

Lästig und nützlich zugleich

Wer mal wieder genervt zum Putzlappen greift, sollte bedenken: Der Gruss aus der Wüste hat auch seine guten Seiten. Gelangt der Saharastaub mit Regen zu Boden – als sogenannter„Blutregen“– wirkt er wie natürlicher Mineraldünger.

Was steckt im Saharastaub?

Saharastaub besteht aus sehr feinen Mineralpartikeln wie Quarz, Tonmineralen und Kalk. Dazu kommen Spurenelemente wie Eisen und Phosphor, die Pflanzen als Nährstoffe dienen können.

In Mitteleuropa ist der Düngereffekt zwar eher gering, andere Regionen, etwa der Amazonas-Regenwald, profitieren aber umso mehr. Hier sind die Nährstoffe aus dem Saharastaub enorm wichtig, da sie ausgewaschene Böden wieder anreichern.

Saharastaub und Luftqualität

Wer sich fragt, welche Auswirkungen Saharastaub auf die Luftqualität hat: Die feinen Partikel können die Feinstaubwerte erhöhen, bleiben bei uns aber oft in höheren Luftschichten. Am Boden ist die Belastung meist gering – anders etwa auf den Kanaren, wo der Staub in dichten, bodennahen Schichten ankommt.

Wie die Luftqualität aktuell bei dir ist, kannst du jederzeit in der WetterOnline App checken.

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