Aussergewöhnlich heftiger Monsunregen hat in Teilen Asiens schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Besonders dramatisch ist die Lage im Nordosten Indiens.
Im Bundesstaat Assam kamen schon über 60 Menschen ums Leben. Hunderttausende mussten ihr Zuhause verlassen. Vielerorts blieb kaum Zeit zur Flucht: Der Brahmaputra und seine Nebenflüsse traten über die Ufer und setzten ganze Dörfer innerhalb kürzester Zeit unter Wasser.
Auch Afghanistan, Bangladesch, China, Pakistan und Südkorea kämpfen mit den Folgen von Wassermassen. Menschen wurden in Sicherheit gebracht, Strassen und Gebäude schwer beschädigt.
WindRadar: Eine kräftige westliche Strömung drückt in den nächsten Tagen sehr feuchte Meeresluft an die Westküste Indiens. Sowohl dort als auch in der Mitte des Landes drohen extreme Regenmengen.
Dass Starkregen immer heftiger ausfallen kann, hängt auch mit dem Klimawandel zusammen. Wärmere Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf - und kann entsprechend mehr Regen bringen. Vor Ort verschärfen abgeholzte Wälder, verbaute Abflusswege, Ablagerungen in den Flüssen und veraltete Deiche die Lage zusätzlich.
In den kommenden Tagen sind besonders in Teilen Indiens neue Überschwemmungen wahrscheinlich. Und auch in Südostasien bleibt es vielerorts sehr nass.