Die Waldbrandlage in Südwestfrankreich spitzt sich weiter zu. Rund um Bordeaux kämpfen Tausende Einsatzkräfte gegen Flammen, die sich wegen der Trockenheit und des Windes rasant ausbreiten.
Allein in Frankreich mussten inzwischen rund 250.000 Menschen ihre Häuser, Campingplätze oder Ferienunterkünfte verlassen. Landesweit sind bereits mehr als 110.000 Hektar verbrannt - mehr als jemals zuvor bis Ende Juli eines Jahres.
Besonders im Département Gironde wurden riesige Waldflächen zerstört. Die Feuer sind stellenweise nur noch etwa 15 Kilometer von Bordeaux entfernt. Eine Evakuierung der Grossstadt ist zwar nicht geplant, die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung wächst aber.
TemperaturRadar: Vor allem in Spanien und Südwestfrankreich steht am Mittwoch die nächste Hitzespitze mit Höchstwerte bis 40 Grad an.
In Spanien laufen besonders rund um Madrid sowie nahe Valencia wegen mehrerer Waldbrände weitere Evakuierungen. Tausende Menschen sind betroffen. Auch die Tierwelt treffen die Brände hart, da viele Lebewesen nicht schnell genug vor den Flammen fliehen können.
Schon gewusst?
Häufige Auslöser für Waldbrände sind weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer, Grillen, Funken von Maschinen oder Fahrzeugen sowie Brandstiftung.
Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Ab Dienstag rollt bereits die nächste Hitzewelle mit regional um 40 Grad an. Damit dürften Trockenheit und Waldbrandgefahr weiter zunehmen.