Seit Tagen liegt ein stabiles Hitzehoch über Südwesteuropa und bringt vor allem Frankreich kräftig ins Schwitzen. Vielerorts werden dort 40 Grad erreicht oder sogar überschritten. Verantwortlich dafür ist ein sogenannter Hitzedom.
Besonders extrem ist die Lage aber nicht nur wegen der hohen Temperaturen, sondern vor allem auch wegen ihrer Dauer: Zusammen mit einem beständigen Hochdruckgebiet lastet der Hitzedom wie eine riesige atmosphärische Glocke über den betroffenen Regionen.
Im Bereich eines sogenannten Hitzedoms wird heisse Luft wie von einer unsichtbaren Kuppel festgehalten.
Er wirkt wie ein unsichtbarer Deckel am Himmel. Die von der kräftigen Junisonne aufgeheizte Luft kann kaum entweichen und wird durch den hohen Luftdruck zusätzlich komprimiert und erwärmt. Dahinter steckt ein stabiles Omegahoch, das andere Wettersysteme auf Abstand hält.
Dadurch kann sich die Hitze tagelang, manchmal sogar wochenlang festsetzen. Der aktuelle Hitzedom reicht von Spanien über Frankreich bis nach Großbritannien und Deutschland. Im TemperaturRadar zeigen die rot-violetten Farben eindrucksvoll, dass die heisse Luftmasse kaum in Bewegung ist.