WetterOnline ( https://www.wetteronline.de )
Startseite / WetterNews /

Juli: Das ist alles möglich - Von Hitze bis Schnee

08:03
1. Juli 2022

Von Hitze bis Schnee
Juli: Das ist alles möglich

Am 25. Juli 2019 wurde der Allzeit-Temperaturrekord in Deutschland aufgestellt. Der deutschlandweite Hitzerekord wurde am 25. Juli 2019 in Duisburg-Baerl und Tönisvorst mit 41,2 Grad gemessen. Aber auch in anderen Jahren stiegen die Temperaturen örtlich auf 37 bis knapp 40 Grad.

Der Juli ist eigentlich ein klassischer Sommermonat. Allerdings sind immer mal wieder Kälteeinbrüche und schwere Unwetter möglich. Sogar Schnee in den Alpen kann es geben.

Der Juli kann sich von vielen Seiten zeigen. Im Jahr 2006 war der Sommermonat der bislang wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Es wurden Spitzenwerte bis 39 Grad erreicht, der Allzeit-Temperaturrekord stammt allerdings vom 25. Juli 2019. Damals wurden in Duisburg-Baerl und Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen 41,2 Grad gemessen.

Der Sommermonat kann aber auch herbstlich ausfallen: So lagen die Tageshöchstwerte im Juli 1980 längere Zeit nur bei 9 bis 15 Grad, dazu regnete es regelmäßig kräftig. Auch das Jahr 2011 hatte nur kurze Wärmeepisoden.

Alpen: Schnee ab 1700 Meter Höhe

+ 13

Nachtfröste sind im Juli zwar selten, kommen aber in den Hochtälern immer mal wieder vor. Auch Wintergrüße in Form von Schnee kann es geben: In den Alpen fielen beispielsweise im Jahr 2016 zur Monatsmitte oberhalb von 1800 Meter Höhe bis zu 20 Zentimeter Neuschnee.

Heftige Unwetter im Juli

Typischer für den Sommermonat sind jedoch kräftige Gewitter. Sie können Starkregen, Großhagel und Tornados bringen. Besonders verheerend wütete am 10. Juli 1968 ein Tornado in Pforzheim.

Damals beschädigte der Wirbelsturm rund 2000 Häuser und Hunderte Autos. Zwei Menschen starben, 200 wurden verletzt. Die Sachschäden lagen bei umgerechnet über 50 Millionen Euro.

Als eines der katastrophalsten Unwetter bleibt die Flutkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 in Erinnerung. Heftiger Dauerregen sorgte in vielen Landesteilen für schwere Schäden. Besonders hart traf es unter anderem die Eifel und das Ahrtal in Rheinland-Pfalz. Mehr als 130 Menschen starben. 40.000 Menschen waren im Schadensgebiet betroffen.

Rekordregen gab es aber auch am 28. Juli 2014 in Münster. Dort prasselten 292 Liter pro Quadratmeter vom Himmel, 220 Liter davon in nur anderthalb Stunden. Etliche Straßen und Keller wurden überschwemmt.

Katastrophe in der Eifel

+ 7

Durch massive tagelange Regenfälle kam es im Jahr 1997 zu einer Jahrhundertflut an der Oder, bei der mehrere Deiche brachen. Mindestens 6500 Menschen wurden evakuiert, mehr als 100 Menschen starben. Ganz anders sah es im Jahr 1904 aus: In Dresden verwandelte sich die Elbe damals nach langer Trockenheit in ein Rinnsal.

Als eines der teuersten Unwetter überhaupt gilt der Hagelsturm von Reutlingen vom 28. Juli 2013 mit einer Schadensbilanz von 2,8 Milliarden Euro. Tennisballgroße Eisgeschosse beschädigten oder zerstörten dabei Fahrzeuge, Fassaden, Solaranlagen sowie Obstplantagen. Hunderte Menschen wurden verletzt.

Wetter im Juli 2022

In diesem Jahr verspricht das Wetter in der ersten Monatshälfte eher ruhig zu werden. Nach einem sommerlichen Wochenende bleibt es auch Anfang der nächsten Woche in vielen Landesteilen bei angenehmem Sommerwetter. Lediglich im Süden kann es ordentlich krachen.

14-Tage-Wetter: So startet der Juli Mehr erfahren

Anschließend deutet sich eine sehr stabile Wetterlage an, die eine längere trockene Phase einläuten könnte.

Link zu dieser Seite / Seite empfehlen
Seite per E-Mail empfehlen Mail

Das Wetter in ...