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Wetterrückblick

Donnerstag, 29.04.2010

Rückblick April 2010

Sonnig, warm und sehr trocken

Während der April in diesem Jahr noch mit leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen an den Start ging, pendelte das Quecksilber sodann meist um die langjährigen Mittelwerte. In den letzten Monatstagen wurden dann landesweit vielfach schon frühsommerliche Werte erreicht, so dass der Gesamtmonat insgesamt etwas mehr als ein Grad über dem Klimamittel bilanzierte. Im Schnitt war der zweite Frühlingsmonat damit angenehm warm, an den teils extremen Wärmeüberschuss des Vorjahres reichte er aber nicht im Ansatz heran.

Die tiefste Apriltemperatur wurde am 2. in Oberstdorf gemessen, wo das Quecksilber bis minus 12,8 Grad sank, 5 Zentimeter über frisch gefallenem Schnee wurden sogar noch einmal eisige minus 17 Grad registriert. Aber auch am Morgen des 22. gab es in den zentralen Landesteilen noch einmal recht verbreitet Frost um minus 5 Grad. Nur wenig später wurden die Höchstwerte des Aprilmonats erreicht. Am wärmsten war es am 29. mit verbreitet 26 bis 28 Grad entlang des Rheins, Spitzenreiter war Lahr in der Ortenau mit sogar 28,8 Grad.

Auch beim Sonnenschein entpuppte sich der vom Ruf her eher launische April in diesem Jahr als ausgesprochen freundlich und entschädigte für den so sonnenscheinarmen Winter. So machte die Sonne flächendeckend zahlreiche Überstunden, so dass es im Flächenmittel über 40 Prozent mehr Sonnenschein gab, als im Durchschnitt der Jahre. Vielerorts kamen deutlich mehr als 200 Sonnenscheinstunden zusammen, auf der Nordseeinsel Helgoland schien die Aprilsonne sogar mehr als 230 Stunden.

Während die Klimabilanz beim Sonnenschein und den Temperaturen also überaus wachstumsfreundlich zu Buche schlug, fehlte es der Pflanzenwelt jedoch ausgerechnet zu Beginn der Hauptwachstumszeit an ausreichend Regen. So fiel weit verbreitet weniger als ein Drittel des mittleren Aprilniederschlags, regional blieb es mit unter 20 Prozent des Monatsmittels sogar staubtrocken. So kamen örtlich keine 10 Liter Regen je Quadratmeter zusammen, was nicht einmal der Füllmenge einer handelsüblichen Gartengießkanne entspricht.

Unterm Strich präsentierte sich der diesjährige Aprilmonat somit zwar überaus sonnig und angenehm warm, jedoch für die Natur erheblich zu trocken, so dass die Planzenentwicklung trotz der sonst günstigen Bedingungen stark gehemmt wurde. Ursache dieser Witterungsbilanz waren vorwiegend trockene, nördliche Winde und meist dominierender Hochdruckeinfluss. Eine solche häufig von großen Temperaturschwankungen geprägte Konstellation hält kompakte Wolken- und Niederschlagsgebiete von Mitteleuropa zumeist fern.

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