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Dienstag, 04.05.2021

Sturm EUGEN hinterlässt Schäden

Etliche Bäume umgestürzt

Sturmtief EUGEN hat in einigen Regionen Deutschlands Schäden hinterlassen. Meist blieb es jedoch bei kleineren Blech- und Sachschäden. Der Bahnverkehr war zwischenzeitlich beeinträchtigt. Doch bis sich das Wetter wieder beruhigt, dauert es noch eine Weile.

Die Topliste zeigt die stärksten Böen im Flachland.

Mit Windgeschwindigkeiten über 80 Kilometer pro Stunde fegte Sturm EUGEN über die Nordhälfte Deutschlands. In einigen Regionen verursachte der Sturm Schäden. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Bahnstrecken. Ein Mensch wurde verletzt. Betroffen waren vor allem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Mehrere Corona-Testzentren und öffentliche Parkanlagen blieben aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Eine kurze Bilanz zum Sturmereignis hat WetterReporter Marco Kaschuba im Video.

In Düsseldorf rückte die Feuerwehr mehr als 20 Mal wegen umgekippter Äste, loser Dachverkleidungen oder herabfallender Fassadenteile aus. An einer Baustelle fielen mehrere von einem Kran herabbaumelnde Bauplatten aus 30 Metern Höhe hinab, richteten allerdings keinen Schaden an. In Xanten traf ein Baum eine Stromleitung. Im Oberbergischen Kreis wurde ein Mann von einem umgewehten Baum getroffen. Der eingeklemmte Mann musste von der Feuerwehr befreit werden. Er kam verletzt ins Krankenhaus.

In Bad Oeynhausen wehte der Sturm die Zelte eines Corona-Drive-in-Testzentrums um. Eines der Zelte blieb zwischen einer Straßenlaterne und einem Baum hängen und verkeilte sich dort in mehreren Metern Höhe. Die Polizei sperrte die angrenzenden Straßen. In Bad Laer im Osnabrücker Land war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen, niemand wurde verletzt. In Minden stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto. Auch wegen umherwirbelnder Gegenstände, darunter ein mobiles Klo und ein Trampolin, rückte die Polizei aus.

In Neukirchen-Vluyn wehte ein Bauzaun gegen ein Auto. In Voerde wurden Baumaterialien von einer Baustelle auf die Fahrbahn getragen. Im Raum Oldenburg und Osnabrück sowie in Bremen war die Feuerwehr wegen mehrerer umgestürzter Bäume im Dauereinsatz. Ähnlich sah es in Hamburg aus, wo die Einsatzkräfte Dutzende Male ausrücken mussten. Im Stadtteil Winterhude stürzte ein Baum auf die Gleise. Ein Zug der Linie U1 kam noch vor dem Baum zum Stehen. Verletzte gab es nicht, der Schienenverkehr musste jedoch unterbrochen werden.

Eine mächtige Pappel stürzt in Hannover auf die Straße. Feuerwehrkräfte bergen den Baum. Bild: dpa

Die Autobahn 44 unweit von Neuss wurde aus Sicherheitsgründen in beiden Richtungen voll gesperrt. Zuvor war ein Sattelauflieger umgeweht worden. Zudem brauchten Bahnreisende viel Geduld. Umgewehte Bäume sowie Gegenstände in der Oberleitung oder auf den Gleisen behinderten den regionalen Zugverkehr besonders in Nordrhein-Westfalen. Auf mehreren Strecken kam es wegen zeitweiliger Sperrungen zu Verspätungen und Zugausfällen.

Am Mittwoch besteht vor allem für die mittleren Landesteilen eine Unwetterwarnung vor Gewittern. Dabei bleibt es windig, in Schauernähe gibt es wieder Sturmböen, an den Küsten sind einzelne schwere Sturmböen möglich. Unwetterschäden sind nicht auszuschließen. Im Süden weht der Wind schwächer.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler und Tommy Kühnlein aus der WetterOnline-Redaktion mit Material von dpa)

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