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Freitag, 18.10.2019

Glättegefahr in der Herbstzeit

Allmählich Zeit für Winterreifen

Obwohl die Temperaturen alles andere als winterlich sind, können die Straßen durch Nässe und Laub bereits rutschig sein. Beim Auto sollten daher nun zeitnah die Winterreifen montiert werden. Doch Vorsicht: In den Werkstätten gibt es mitunter Wartezeiten und Vorschriften gilt es zu beachten.

Jeder Fahrer ist selbst dafür verantwortlich, dass sein Fahrzeug für den Winter gerüstet ist. Auf einen Termin in der Werkstatt wartet man mitunter lange.

Das derzeit milde Herbstwetter lässt kaum einen Gedanken an winterliche Temperaturen und Schnee aufkommen. Dennoch sind die Straßen häufig durch Nässe und heruntergefallenes Laub rutschig. Selbst wenn es nicht schneit, bieten Winterreifen schon bei Temperaturen unter 7 Grad mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Ihre Gummierung sorgt dann auch bei Nässe für bessere Haftung auf dem Asphalt als Sommerreifen. Deren Fahreigenschaften sind für höhere Temperaturen optimiert.

Winterreifen werden aus einer weicheren Gummimischung mit zusätzlichen Rillen gefertigt, in denen sich Schnee und Matsch gar nicht erst festsetzen. So bleiben sie auch bei widrigen Straßenverhältnissen griffig und rutschen nicht weg. Seit 2018 gilt zudem eine neue Regelung: Als Winterreifen gelten nur noch die Reifen, die mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sind. Es zeigt eine Schneeflocke in einem Bergpiktogramm. Wenn Winterreifen nach dem 1. Januar 2018 hergestellt wurden, werden sie nur mit diesem Symbol als wintertauglich anerkannt.

Seit 2018 müssen auf der Flanke von Winter- oder Ganzjahresreifen das M+S- und die Schneeflocke (Alpine-Symbol) zu finden sein. Als Faustformel gilt: Winterreifen sollten von "O bis O" gefahren werden. Gemeint ist von Oktober bis Ostern. Bild: @na_presseportal / Twitter

Alte Winterreifen, die nur das Symbol "M+S" ("Matsch und Schnee") tragen, dürfen noch bis zum September 2024 gefahren werden. Diese Regelungen gelten auch für Ganzjahresreifen. Sie sind übrigens keine gute Alternative bei Schnee und Eis, wie der ADAC und die Stiftung Warentest herausgefunden haben. Auch technische Sicherheitssysteme wie ABS oder ESP ersetzen keine Winterreifen.

Reifen sollten mindestens eine Profiltiefe von 4 Millimetern haben. Ein einfacher Test gelingt mit einer 1-Euro-Münze, da dessen goldener Rand 3 Millimeter breit ist. Verschwindet er vollständig, ist das Profil noch tief genug. Bild: dpa

In der Straßenverkehrsordnung ist kein spezieller Zeitraum für Winterreifen vorgeschrieben. Pflicht sind Winterreifen demnach nur bei schlechten Straßenverhältnissen wie Schnee, Eis und Reifglätte. Erwischt die Polizei einen Autofahrer dann mit Sommerreifen, werden mindestens 60 Euro fällig. Dazu gibt es noch einen Punkt in Flensburg. Behindert man andere Verkehrsteilnehmer aufgrund der ungeeigneten Bereifung, etwa weil man mitten auf der Straße im Schnee stecken bleibt, erhöht sich die Strafe auf 80 Euro und einen Punkt.

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