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Mittwoch, 24.04.2019

Feiner Sand erschwert Sicht

Nach Staubsturm wie in der Wüste

Bilder wie aus der Wüste: Rund um den Ort Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern haben Sturmböen tonnenweise Sand von Feldern auf Straßen und Wiesen geweht. Aber nicht nur dort mussten Autofahrer vom Gas gehen.

Ein Staubsturm hat am Dienstag am Ortsrand von Wolgast im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns einige Straßen und Felder in wüstenähnliche Flächen verwandelt. Am Mittwoch stand dann großes "Reinemachen" an: Radlader und Bagger waren im Einsatz, um tonnenweise Sand von der Fahrbahn und dem Gehweg zu räumen. Die Einsatzkräfte kamen sogar mit dem Schneeschieber an. Die Arbeiten waren jedoch alles andere als einfach, da der Wind die mühsam aufgehäuften Sandberge sofort wieder verwehte.

Für Autos ist das Vorankommen auf den mit Dünen übersäten Straßen in Wolgast schwierig. Bild: NonstopNews

Auch in anderen Regionen Nord- und Ostdeutschlands wirbelte der stürmische Wind viel Staub auf. Auf einigen Autobahnabschnitten wurden daher Tempolimits verhängt, damit die Autofahrer langsamer fahren. So kam es auf der A19 in der Nähe von Ruppin und in Perleberg im Nordwesten Brandenburgs zu Sandverwehungen, die die Sicht störten. Am Dreieck Wittstock galt wegen der Sandsturmgefahr für einige Stunden ein Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden an der A24 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim zudem Warnschilder mit den Hinweisen "Gefahrenstelle" und "Sandsturm" aufgestellt. Unfälle oder Verletzte gab es jedoch nicht. Sandstürme erschwerten auch die Sicht im Emsland und bei Hannover.

In den vergangenen Wochen ist fast überall in Ostdeutschland sowie in großen Teilen Norddeutschlands kaum nennenswerter Regen gefallen. Viele Äcker sind daher ausgetrocknet. Die Vegetation auf den Feldern ist für die Jahreszeit noch nicht so weit. Hinzu kam der Wind, der in Böen bis Tempo 75 erreichte und damit erhebliche Mengen feinen Sandes auf die Straßen fegen konnte. Das Phänomen von Staubstürmen ist nicht neu: In trockenen Frühjahren gibt es besonders in Ostdeutschland immer wieder Staubstürme, die häufig Unfälle zur Folge haben.

Im März des vergangenen Jahres musste die A27 bei Cuxhaven wegen Staubstürmen gesperrt werden. Bild: dpa

(WO/dpa/NonstopNews)

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