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Mittwoch, 27.01.2021

Dauerregen und Tauwetter

Hochwassergefahr steigt weiter

In der zweiten Wochenhälfte droht an Bächen und Flüssen im Südwesten des Landes Hochwasser. Dauerregen und Tauwetter sorgen gebietsweise für kritische Wasserstände.

Die Wasserstände der Flüsse im Südwesten steigen an. dpa

Die Pegel einiger Flüsse steigen Richtung Monatswechsel deutlich an. Zunächst drohen an kleineren Fließgewässern im Rhein- und Donaueinzugsgebiet höhere Wasserstände mit der Gefahr von ufernahen Überflutungen. Besonders im Schwarzwald, der Schwäbischen Alb sowie in Oberschwaben und im Allgäu ist die Hochwassergefahr hoch.

Das Problem: Die Nebenflüsse fließen in größere Flüsse. Vor allem an den Oberläufen von Donau, Neckar und am Oberrhein ist ein Hochwasser zu erwarten. Auch die Mosel und der Main können über die Ufer treten. Die Schifffahrt könnte aufgrund zu hoher Pegelstände eingeschränkt werden.

Ursache für die steigende Hochwassergefahr ist milde Luft im Westen und Südwesten. Im Schwarzwald und in den Vogesen liegt jede Menge Schnee, der nun unterhalb von etwa 1300 Meter schmilzt. Das Schmelzwasser fließt anschließend in Bäche und Flüsse. Folglich steigen die Wasserstände.

Mildere Luft strömt aus Westen nach Deutschland. Die Höchstwerte liegen in den kommenden Tagen unterhalb von 1300 Meter Höhe über dem Gefrierpunkt.

Verstärkt wird der Anstieg der Flusspegel durch weitere Niederschläge. Bis kommenden Mittwoch fallen im Südwesten zwischen 50 und 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Im Süden spülen Dauerregen, Wind und deutliche Plusgrade den Schnee regelrecht weg. Dort steigt die Hochwassergefahr deutlich.

(Ein Bericht von Sebastian Keßler aus der WetterOnline-Redaktion)

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