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Sonntag, 23.06.2019

Katastrophenhilfe für Mosambik

Zyklon IDAI folgt nun Hungersnot

Im März diesen Jahres hat Zyklon IDAI Teile von Mosambik, Simbabwe und Malawi verwüstet. Jetzt steht rund 1,5 Millionen Menschen das Schlimmste womöglich noch bevor. Sie drohen wegen vernichteter Ernten Opfer einer Hungersnot zu werden.

Viele Regionen Mosambiks waren nach dem Zyklon IDAI von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem dieser Straßen und Brücken zerstört hatte. Bild: ap

Der Wirbelsturm ging mit Sturmfluten, Überschwemmungen und extremen Regenfällen einher. Häuser wurden zerstört, Brücken weggeschwemmt, Stromleitungen gekappt und Ackerland unter Wasser gesetzt. Hunderte Menschen kamen infolge des Zyklons ums Leben. Die Weltorganisation für Meteorologie WMO bezeichnete IDAI als wahrscheinlich schlimmsten Zyklon der südlichen Hemisphäre. Er war so verheerend, weil er besonders stark war und auf ein sehr dicht besiedeltes Gebiet traf. Allein in der Großstadt Beira waren rund 500.000 Einwohner betroffen.

Kurze Zeit nach Zyklon IDAI verwüstete der Wirbelsturm KENNETH den von IDAI weitgehend verschont gebliebenen Norden Mosambiks. Bild: ap

Wenige Wochen später folgte Zyklon KENNETH, der über den Norden Mosambiks zog. Das Land im Südosten Afrikas gehört zu den zehn ärmsten Staaten der Welt. Hilfsorganisationen stellen daher derzeit ihre Leistungen um. Man verteilt nicht mehr nur Nahrungsmittel sondern packt auch beim Wiederaufbau mit an und versorgt die Betroffenen mit Saatgut. Für die Unterstützung benötigen die Hilfsorganisationen aber finanzielle Mittel. Und die sind knapp: Von den benötigten 400 Millionen Euro ist bisher erst ein Drittel durch Spenden zusammengekommen.

(WO/dpa)

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