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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 03.08.2017

Land unter im Großraum Berlin

Unwetter legen Hauptstadt lahm

Im Sommer 2017 haben Dauerregen und schwere Gewitter gleich drei Mal in kurzen Abständen hintereinander den Großraum Berlin lahmgelegt. Die Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus, teils stand das Wasser über einen halben Meter hoch.

Das heftigste Ereignis am 29. Juni machten den Hauptstadtbewohnern besonders schwer zu schaffen. Im Großraum Berlin fielen innerhalb von rund 20 Stunden 250 Liter pro Quadratmeter, also rund viermal so viel wie durchschnittlich in einem ganzen Juni. Etliche Straßen standen knietief unter Wasser, in Oranienburg an der nördlichen Stadtgrenze sogar über einen halben Meter hoch. Zahlreiche Autos steckten in den Wassermassen fest. Eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands, die A100, war nahe dem Dreieck Funkturm vorübergehend voll gesperrt.

Auch die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld waren durch die Regenfluten beeinträchtigt. Beim öffentlichen Nahverkehr kam es zu massiven Verspätungen und Ausfällen. Im Berliner Bezirk Charlottenburg wurde ein Gehweg unterspült, wodurch die Statik eines Hauses gefährdet war. Das Gebäude wurde daraufhin evakuiert, kurz danach aber wieder freigegeben. Im Brandenburger Landkreis Oberhavel fiel der Notruf 112 wegen Überlastung aus. Der Ausnahmezustand für Helfer hielt bis Ende Juni an. Die Feuerwehren meldeten rund 2000 Einsätze.

Im völlig durchnässten Boden finden einige Bäume keinen Halt mehr: Stürmische Böen reichen für ihre Entwurzelung wie hier an der Spree in Berlin-Moabit teilweise schon aus. Bild: dpa

Am 22. Juli wütete ein schweres Gewitter über der Hauptstadt. Keller liefen von Wasser, etliche Straßen, Unterführungen und sogar U-Bahnstationen wurden überflutet. Fahrzeuge blieben in den Wassermassen stecken. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun und musste zu hunderten Einsätzen ausrücken. Auch Bäume stürzten um und blockierten Fahrbahnen und Gehwege.

Knapp zwei Wochen später, am 3. August, verhängte die Feuerwehr zum dritten Mal den Ausnahmezustand. Diesmal traf es den Süden der Millionenstadt. Nicht nur Autos kamen auf überschwemmten Straßenzügen und Unterführungen teilweise nicht weiter, auch der öffentliche Verkehr war betroffen. Etliche Keller liefen voll Wasser. Zudem rissen schwere Sturmböen Bäume um und Äste brachen ab, die dann auf Straßen und S-Bahngleise fielen.

Der heftige Gewitterregen setzt Unterführungen in Berlin-Zehlendorf unter Wassser. Bild: Werner Weiss

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