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Donnerstag, 10.08.2017

Die Perseiden vor dem Höhepunkt

Sternschnuppen regnen vom Himmel

Wie immer Mitte August erreicht der Sternschnuppenschwarm der Perseiden in den Nächten am Wochenende sein Maximum. Zahllose Meteore huschen dann über den Nachthimmel. Auch etliche sogenannte Feuerkugeln sind wieder dabei.

Eine helle Sternschnuppe huscht über den Nachthimmel. Nach einem alten Volksglauben soll jeder Wunsch in Erfüllung gehen, den man sich beim Aufblitzen einer Sternschnuppe ausdenkt.

Ursache dieses Naturschauspiels ist die Staubfahne des Kometen "Swift-Tuttle", dessen Bahnebene die Erde auf ihrer Reise um die Sonne jedes Jahr im August kreuzt. Genauer gesagt: Sie rast wie ein riesiger kosmischer Staubfänger mit 60 Kilometer pro Sekunde durch diese Staubfahne hindurch. Dabei schießen die nur millimetergroßen Teilchen in die Atmosphäre ein, werden durch die Reibung an den Luftmolekülen gebremst und bis zur Weißglut aufgeheizt. Die Folge: Sie verdampfen in etwa 80 bis 100 Kilometer Höhe in Bruchteilen von Sekunden.

Die Perseiden verdanken ihren Namen dem Sternbild Perseus. Von dort strahlen sie scheinbar in alle Himmelsrichtungen aus. Der Grund: Mitte August bewegt sich unser Raumschiff, die Erde, immer genau auf dieses Sternbild zu.

Größere Meteore, sogenannte Feuerkugeln, malen dabei ausgeprägte Lichtbahnen in den Himmel, deren helle Leuchtspuren sekundenlang nachglimmen können. Und weil sich die Erde auf ihrer Bahn durchs All gerade auf das Sternbild Perseus zu bewegt, scheinen die Schnuppen - ähnlich wie Schneeflocken vor einem fahrenden Auto - aus diesem Sternbild in alle Himmelsrichtungen auszustrahlen. Daher der Name Perseiden. Aber auch andere Sternschnuppenschwärme werden nach den jeweils in "Fahrtrichtung" der Erde gelegenen Sternbildern benannt.

Leider wird der Himmel am Wochenende vielerorts von Wolken getrübt. Um Ihre Beobachtungschancen besser abschätzen zu können, achten Sie auf unsere kurzfristigen Wolkenprognosen im WetterTicker.

Das Wetter lässt in diesem Jahr allerdings in vielen Gebieten zu wünschen übrig. Vor allem in der Nacht zum Samstag gibt es wahrscheinlich nur wenige Wolkenlücken. Zum Maximum der Perseiden, in der Nacht zum Sonntag, steigen dagegen die Chancen auf längere klare Abschnitte deutlich an. Fast landesweit weitgehend sternklar wird es aber wahrscheinlich erst wieder in der Nacht zum Montag. Auch wenn das eigentliche Maximum der Perseiden dann schon vorbei ist, können mit etwas Glück immer noch viele helle Sternschnuppen beobachtet werden.

Am 21. August erwartet uns noch ein weiteres astronomisches Highlight: Eine totale Sonnenfinsternis über den USA. Hier ein Foto der totalen Sonnenfinsternis über Deutschland vom 11. August 1999. Bild: Stefan Seip

Sollten wir mit dem Wetter zu den Perseiden tatsächlich Pech haben, so hat der August nach der bereits stattgefundenen Mondfinsternis und dem Perseidenregen noch ein drittes astronomisches Highlight zu bieten: Eine totale Sonnenfinsternis am 21. über den USA! Alle, die dieses grandiose Himmelsschauspiel gern miterleben würden laden wir herzlich dazu ein, die schwarze Sonne hier auf den Seiten von WetterOnline zu verfolgen. Unser WetterReporter Andreas Stidl wird dann vor Ort sein und LIVE über das Spektakel berichten.

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