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Astroinfos - Berichte für Fans der Astronomie

Mittwoch, 01.11.2006

Astro-Infos November 2006

Saturn und Sternschnuppen

Die Sommerzeit auf den Uhren ist vorbei und entsprechend ist der Sternenhimmel in diesem Monat bereits ab 18.00 Uhr zu bewundern. Der Abendhimmel zeigt sich dabei frei von auffälligen Planeten. Diese stehen allesamt mit der Sonne am Taghimmel. Nur der ferne Planet Uranus im Sternbild des Wassermann ist mit Hilfe einer guten Sternkarte und eines Fernglases aufzuspüren. Er ist südwestlich des Sternes Lambda zu finden. Am 28. des Monats passiert der zunehmende Mond dieses Päärchen knapp südlich und kann als Aufsuchhilfe dienen.

Kurz nach Mitternacht erscheint dann der gelbliche Ringplanet Saturn über dem östlichen Horizont. Er steht dabei im Sternbild des Löwen und steuert dessen Hauptstern Regulus an. Er bleibt allerdings scheinbar stehen und schickt sich an rückwärts zu laufen. Der Kundige weiß: sein Gegenschein zur Sonne ist nicht mehr allzu fern. Im Teleskop präsentiert er sich gewohnt ringgeschmückt, auch wenn der langjährige Beobachter bemerkt, dass die Ringöffnung langsam wieder kleiner wird. Die Lichtpünktchen, die ihn links und rechts begleiten, sind seine größten Monde.

Gegen Monatsende beschert uns der sonnennächste Planet Merkur eine bescheidene Morgensichtbarkeit. Ab Monatsmitte kann man versuchen, ihn ab 6.30 Uhr etwas südlich des Ostpunktes aufzusuchen. Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, also ab ca. 7.30 Uhr, verblasst er in der heller werdenden Morgendämmerung.

Zwischen dem 17. und 19. des Monats kann es zu einem Sternschnuppenschauer, jeweils in den Morgenstunden, kommen. Die Erde passiert in diesen Tagen die Bahn des Kometen Tempel-Tuttle und dessen Staubteilchen treten dann in die Erdatmosphäre ein. Der scheinbare Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild des Löwen und deshalb bezeichnet man den Sternschnuppenstrom als "Leoniden". Ein weiteres Merkmal der Staubteilchen ist ihre hohe Geschwindigkeit von ca. 70 Kilometern pro Sekunde, mit der sie in die Atmosphäre eintreten.

Während durch das frühe Dämmerungsende die Sommersternbilder am Beginn der Nacht noch hoch am westlichen Himmel stehen, rücken zu fortgesetzter Abendstunde im Süden die Herbststernbilder Pegasus, Andromeda und Perseus vor. Ihre hellen Hauptsterne bilden eine lange Kette auffälliger Sterne, die sich halbkreisförmig südlich des markanten Sternbildes Cassiopeia entlangzieht.

Ab Mitternacht nehmen die prächtigen Wintersternbilder, allen voran der eindrucksvolle Himmelsjäger Orion, mit ihren vielen hellen Sternen die gesamte östliche Himmelshälfte ein. Dabei funkelt tief im Südosten der hellste Stern des Himmels: der Sirius im Sternbild Großer Hund.

Gegen Morgen erscheinen dann zum Abschluss des Reigens die Frühlingssternbilder Löwe, Bootes und Jungfrau. Zu Beginn der dunkelsten Jahreszeit ist es also möglich, durch die Nacht alle markanten Sternbilder des Himmels kennenzulernen.

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