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Astroinfos - Berichte für Fans der Astronomie

Mittwoch, 01.10.2003

Astro-Infos Oktober 2003

Mars und Uranus am Nachthimmel

Die Sonne strebt jetzt rasch den südlichen Breiten entgegen, und die Nächte werden wieder länger als die Tage. Der Sternhimmel erscheint uns deshalb schon um ca. 20 Uhr.

Zu Anfang des Monats kann noch der flinke Planet Merkur am Morgenhimmel beobachtet werden. Bis zum 5. des Monats finden wir ihn gegen 6.30 Uhr als helles Pünktchen knapp über dem Ostpunkt.

Sein Scheibchen wird langsam kleiner, aber immer noch lassen sich mit dem Teleskop zahlreiche Oberflächendetails beobachten. Seine weissliche nördliche Polarkappe beginnt jetzt wieder zu wachsen, hat doch im vergangenen Monat für die nördliche Marshalbkugel der Winter begonnen.

Um die Monatsmitte herum zieht Mars seine Bahn nicht weit des fernen Planeten Uranus. Im Teleskop lässt sich sein grünliches Scheibchen knapp sieben Vollmonddurchmesser nordwestlich von Mars erspähen. Im Fernglas achte man auf ein im ruhigem Licht leuchtendes Sternchen.

Der Ringplanet Saturn im Sternbild Zwillinge erklimmt erst in der zweiten Nachthälfte den Himmel. Er strebt seinem Gegenschein zur Sonne entgegen, den er aber erst am Ende des Jahres erreichen wird. Saturn ist Leitstern zu den sternreichen Wintersternbildern, die sich hauptsächlich südlich von ihm befinden.

Ihm folgt in den frühen Morgenstunden der hellweiße Jupiter im Sternbild Löwe. Schon ein normales, auf einem Stativ montiertes Fernglas zeigt dem Beobachter den reizvollen Umlauf seiner vier großen Monde um den Planetenkörper.

Jupiter folgen die Frühlingssternbilder, deren Jahreszeit aber jetzt noch sehr fern liegt.

Am Abendhimmel vollzieht sich der Wechsel zu den Herbststernbildern. Während die Sommersternbilder Leier, Schwan und Adler zu Beginn der Nacht noch hoch im Süden stehen, neigen sie sich gegen Monatsende zunehmend dem Untergang entgegen.

Die Herbststernbilder sind charakterisiert durch eine lange Kette hellerer Sterne, die sich fast senkrecht über dem Beobachter halbrund südlich des auffälligen Sternbildes Cassiopeia entlang ziehen. Die Sterne dieses Sternbildes formen ein "W".

In nördlicher Richtung von diesem Sternbild, unterhalb des Polarsternes "rollt" der Große Wagen über den nördlichen Horizont. Er gehört zu den sogenannten "zirkumpolaren" Sternbildern, die für unsere nördlichen Breiten nie unter den Horizont sinken.

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