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Astroinfos - Berichte für Fans der Astronomie

Freitag, 01.02.2008

Astro-Infos Februar 2008

Der kupferrote Februarmond

Unser innerer Nachbarplanet Venus kann im Februar in der Morgendämmerung knapp über dem südöstlichen Horizont erspäht werden, der Morgenstern ist aber kein auffälliges Gestirn mehr. Mars, der Nachbar jenseits der Erdbahn, entfernt sich bei abnehmender Helligkeit stetig von der Erde, steht aber noch als auffällig rot leuchtender Lichtpunkt hoch am Nachthimmel zwischen Stier und Fuhrmann (siehe Sternkarte). Jupiter macht sich am Morgenhimmel wieder bemerkbar, nachdem er zum Jahreswechsel gemeinsam mit der Sonne unbeobachtbar am Taghimmel stand. Saturn steht am 24. Februar in Opposition zur Sonne, das heißt der Sonne gegenüber. Damit ist der Ringplanet die ganze Nacht über zu sehen. Da auch die Distanz zur Erde damit am geringsten ist, steht Saturn in den kommenden Wochen optimal, um ihn mit einem Fernrohr zu beobachten. Das Schmuckstück Saturns - der Ring - zeigt sich dem Beobachter immer mehr von der Kante.

Der Abendhimmel im Februar - Blick nach Süden

Karte: Winfried Kräling - Klick in die Karte öffnet Fenster mit größerer Darstellung

Frühaufsteher können in den Morgenstunden des 21. Februar ein astronomisches Highlight beobachten: eine totale Mondfinsternis. Wenn uns Petrus gnädig gesinnt ist und keine dichten Wolkenpakete zwischen uns und den Mond schiebt, lässt sich die Mondfinsternis wie folgt beobachten:

In den Frühstunden des 21. (Donnerstag), um 1 Uhr 35 tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein, was allerdings kaum ein auffälliges Ereignis genannt werden kann. Spannend wird es ab 2 Uhr 43, wenn unser Trabant sich in den Kernschatten der Erde schiebt, was deutlich mit dem bloßen Auge, besser jedoch mit einem Fernglas gesehen werden kann. Total verfinstert ist der Vollmond von 4 Uhr 00 bis 4 Uhr 52, die Mitte der Finsternis findet um 4 Uhr 26 statt. Ein astronomischer Laie wird vielleicht erwarten, dass der Mond total unsichtbar ist. Dies ist jedoch nicht der Fall, da nämlich etwas Sonnenlicht in der Erdatmosphäre (wie bei einer Linse) gebrochen wird und somit den Mond erreichen kann. Da langwelliges rotes Licht stärker als das kurzwellige blaue Licht abgelenkt wird, erscheint der Mond in einem mehr oder weniger hellen rötlichen Licht, was auch den Reiz der Beobachtung ausmacht. Den Kernschatten verlässt er wieder um 6 Uhr 09, was praktisch als Finsternisende angesehen werden kann, da der Austritt aus dem Halbschatten um 7 Uhr 17 genauso unspektakulär ist wie der des Eintrittes, zumal er in der hellen Dämmerung stattfindet.

Der kupferrote Mond während einer Mondfinsternis

Bild: Winfried Kräling - Nicht schwarz, sondern kupferrot erscheint der Vollmond während einer totalen Mondfinsternis (Klick ins Bild öffnet Fenster mit größerer Darstellung).

Zu Beginn der Nacht zeigt sich der Fixsternhimmel (siehe Sternkarte) noch recht winterlich: Orion, der auffällige Himmelsjäger, prangt im Süden. Sirius, der hellste aller Fixsterne, scheint in allen Regenbogenfarben zu funkeln. Dies liegt jedoch nicht am Stern selbst, sondern ist ein Effekt der Luftunruhe der Erdatmosphäre.

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