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Astroinfos - Berichte für Fans der Astronomie

Samstag, 01.02.2003

Astro-Infos Februar 2003

Jupiter in Opposition zur Sonne

Die Sonne gewinnt in diesem Monat merklich an Höhe am Himmel. So nimmt die Tageslänge beschleunigt zu. Der Sternenhimmel zeigt sich bereits gegen 19.00 Uhr.

Nach Einbruch der Dunkelheit findet sich hoch am südöstlichen Abendhimmel der Ringplanet Saturn. Seine Helligkeit geht langsam zurück, aber die große Ringöffnung macht ihn immer noch zu einem beeindruckenden Fernrohrobjekt. Im Teleskop zeigen sich dann auch als Begleiter einige seiner Monde.

Hoch am südlichen Nachthimmel im Sternbild Krebs leuchtet auffällig weiß, als dritthellstes Objekt des Himmels nach Sonne und Mond, der Riesenplanet Jupiter. Er kommt am 2. des Monats in den Gegenschein zur Sonne und ist die gesamte Nacht beobachtbar.

Schon im 10-fach vergrößernden Fernglas sind seine vier großen Monde zu erkennen. Sie beeindrucken durch ihre rasch von Abend zu Abend wechselnde Stellung zum Planeten. Da die Erde zur Zeit genau in der Bahnebene der Monde steht, kommt es zu gegenseitigen Bedeckungen und Verfinsterungen der Monde untereinander.

Das stark abgeplattete Planetenscheibchen zeigt schon im kleinen Teleskop eine Vielzahl von atmosphärischen Details. Dazu gehören die großen dunklen Wolkenbänder, aber auch zahllose, an Girlanden erinnernde Strömungsmuster. Dunkle Flecken sind gigantische Stürme, den Tiefdruckgebieten auf der Erde vergleichbar.

Der größte Wirbelsturm ist der berühmte "Große Rote Fleck", der im Teleskop aber eher hellgrau erscheint und sich eher als Einbuchtung im südlichen großen Wolkenband des Planeten bemerkbar macht. Er hat immerhin einen Durchmesser vom doppelten der Erde und ist seit über 400 Jahren beobachtbar.

Die gewaltige Energie dieser turbulenten Atmosphäre beruht auf der extrem kurzen Rotationszeit des Planeten. Er braucht für eine Umdrehung nur ca. 10 Stunden, und bereits nach 10 Minuten Beobachtung verändert sich deshalb der Anblick im Teleskop merklich.

Am Morgenhimmel findet der Beobachter neben der weißen Venus, die sich langsam vom Morgenhimmel zurückzieht und sich Richtung Sonne bewegt, den noch nicht so auffälligen rötlichen Mars. Er durchläuft das unscheinbare Sternbild Schlangenträger in Richtung des Schützen.

Der Abendhimmel zeigt in südlicher Richtung die Wintersternbilder. Deren auffällige Hauptsterne, die am Himmel ein großes Sechseck bilden, werden in diesem Jahr in ihrer Mitte durch den Ringplaneten Saturn ergänzt.

Zu fortgeschrittener Nachtstunde rücken dann bereits die Frühlingssternbilder vom Osthorizont nach, angeführt vom Sternbild des Großen Löwen mit seinem Hauptstern Regulus.

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