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Astroinfos - Berichte für Fans der Astronomie

Montag, 01.01.2007

Astro-Infos Januar 2007

Erde am sonnennächsten Bahnpunkt

Die Sonne gewinnt in diesem Monat noch unmerklich in südlicher Richtung an Höhe. Deshalb nimmt die Tageslänge kaum zu und so zeigt sich der Sternenhimmel dem Beobachter bereits gegen 18.00 Uhr. Am 3. des Monats um 21.00 Uhr durcheilt die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Sie besitzt dann ihre höchste Bahngeschwindigkeit.

Obwohl uns nun ca. 3 Millionen Kilometer weniger von der Sonne trennen als im Mittel ist die Energieeinstrahlung nur ganz geringfügig höher. Die Ursache für die Jahreszeiten liegt nicht im wechselnden Abstand Erde - Sonne, sondern in der Schrägstellung der Erdachse auf der Ebene der Erdumlaufbahn.

Der Abendhimmel zeigt in diesem Monat endlich wieder Planeten. Bereits kurz nach Sonnenuntergang zeigt sich die weiße Venus knapp über dem südwestlichen Horizont. Ist sie am Beginn des Monats nur kurz zu sehen, verlagern sich ihre Untergangszeiten weiter in die Abendstunden und somit wächst ihre Sichtbarkeitsspanne. Im Fernrohr zeigt sich ihr kleines Scheibchen noch sehr verschwommen und fast kreisrund.

Gesellschaft bekommt sie gegen Ende des Monats vom flinken Merkur, der die erste seiner beiden Abendsichtbarkeiten in diesem Jahr zeigt. Wer den flüchtigen Planeten finden will, suche ab dem 28. des Monats ab 17.30 Uhr ca. 7 Grad (14 Vollmonddurchmesser) rechts unterhalb der helleren Venus.

Der am weitestens von der Sonne entfernte klassische Planet Saturn erscheint ab 20.00 Uhr knapp nördlich des Ostpunktes über dem Horizont. Er steht knapp westlich des Hauptsterns des Sternbildes Löwe, dem Regulus, und bildet mit diesem ein auffälliges Sternenpaar. Bei diesem kann der aufmerksame Beobachter leicht mit bloßem Auge den Unterschied zwischen Planet und Fixstern feststellen: Während der Fixstern durch die Luftturbulenzen flimmert, zeigt der Planet wegen seines Scheibchens ein ruhiges und konstantes Licht.

Die Ringneigung nimmt bei Saturn in den kommenden Jahren wieder ab und so wird er immer weniger eindrucksvoll im Teleskop erscheinen. Das Ende der Nacht zeigt dann ab 6.00 Uhr tief über dem südöstlichen Horizont den weißen Planeten Jupiter. Da er bis zum Verblassen in der hellen Morgendämmerung nicht sehr hoch über den Horizont klettert, zeigt sich sein Scheibchen im Teleskop oft verwaschen und selten ruhig.

Der Sternenhimmel stellt sich langsam vom Herbst auf den Winter um. Während wir in westlicher Richtung am Abend noch die Herbststernbilder mit dem markanten Sternbild Pegasus erblicken, beherrschen im Osten bereits die hellen Sterne des "Wintersechsecks" den Himmel.

Von den Wintersternbildern ist sicherlich das des Himmelsjägers Orion das auffälligste. Seine drei hellen Gürtelsterne, die eine beinahe gerade, nach Westen hin ansteigende Sternenkette bilden, sind markant. Unterhalb dieser Sternenkette erkennt man mit bloßem Auge als schwaches Nebelchen den Großen Orionnebel. Er ist eins der aktivsten Sternentstehungsgebiete unserer Galaxie.

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