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Astroinfos - Berichte für Fans der Astronomie

Mittwoch, 01.01.2003

Astro-Infos Januar 2003

Wintersternbilder

Am 4. des Monats durcheilt die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Da sie nun eine höhere Bahngeschwindigkeit besitzt, ist der Winter auf unserer nördlichen Erdhalbkugel kürzer als der Sommer. Die Sonne gewinnt erst unmerklich im Süden an Höhe und die Tageslänge nimmt kaum zu. Deshalb zeigt sich der Sternenhimmel dem Beobachter bereits gegen 18.00 Uhr.

Hoch am Nachthimmel im Süden, in den Sternbildern Stier bzw. Krebs, leuchten gelblich und weiß die beiden Gasplaneten Saturn und Jupiter. Saturn gelangte schon letzten Monat in den Gegenschein zur Sonne und wird allmählich wieder schwächer. Seine große Ringöffnung macht ihn aber weiterhin auch für kleinere Teleskope zum interessanten Beobachtungsobjekt.

Jupiter hat diesen Gegenschein noch knapp vor sich und erscheint deshalb strahlend hell. Seine vier hellen Monde zeigen ihren Tanz um ihn schon im kleinsten Teleskop. Dabei können sie sich zur Zeit gegenseitig bedecken.

Den Morgenhimmel beherrscht in südöstlicher Richtung die glänzend weiße Venus als Morgenstern. Sie ist im größten Glanz und damit - nach Sonne und Mond - dritthellstes Objekt am Himmel. Nahe bei ihr steht noch der rötliche Mars, der aber noch recht unscheinbar ist.

Der flinke Merkur zeigt gegen Ende des Monats eine bescheidene Morgensichtbarkeit. Der interessierte Beobachter suche um den 30. des Monats herum tief am Südwesthorizont ab ca. 7 Uhr nach einem Lichtpünktchen. Bereits eine halbe Stunde später verblasst dieses Lichtpünktchen in der fortschreitenden Dämmerung.

Der Abendhimmel stellt sich nun vom Herbst auf den Winter um. Zum Untergang geneigt erblicken wir noch die Herbststernbilder mit der auffallenden Sternenkette, die von Pegasus über die Andromeda zum Perseus reicht und das auffällige Sternbild Cassiopeia südlich umrundet.

Die hellsten Sterne der folgenden Wintersternbilder bilden am Himmel ein großes "Sechseck". Nahe der Mitte befindet sich dieses Jahr der gelblich glänzende Saturn.

Von diesen Wintersternbildern ist sicherlich das Sternbild Orion das auffälligste. Seine drei hellen Gürtelsterne, die eine beinahe gerade, nach Westen hin ansteigende Sternenkette bilden, sind unverkennbar. Direkt darunter erstrahlt in dunkler Nacht ein prächtiges Nebelfleckchen: der Orionnebel, Geburtsstätte neuer Sterne und ca. 1500 Lichtjahre entfernt.

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