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Mittwoch, 22.04.2015

Extremste Dürre seit 1200 Jahren

Kalifornien trocknet weiter aus

Seit Jahren hat es im Südwesten der USA nicht mehr ausreichend geregnet. Die Folge: Kalifornien trocknet regelrecht aus. Die aktuelle Dürreperiode gilt dort schon jetzt als die schlimmste Dürre seit 1200 Jahren.

Der Camanche Stausee in Südkalifornien ist gerade mal zu einem Viertel seines normalen Fassungsvermögens mit Wasser gefüllt, und das, obwohl die heiße Jahreszeit erst beginnt. Bild: dpa

Besonders fatal wirkt sich das Zusammentreffen der Trockenheit mit seit Monaten ungewöhnlich hohen Temperaturen aus. So lagen die Durchschnittstemperaturen von Januar bis März rund vier Grad über den klimatischen Mittelwerten. Dadurch verdunsten die ohnehin bereits spärlichen Wasserreserven noch schneller als in "normalen" Trockenjahren und das, obwohl die heiße Jahreszeit noch nicht einmal begonnen hat. Auch das Schmelzwasser aus der Sierra Nevada bleibt in diesem Jahr weitgehend aus. Der Grund: Dort hat es im Winter kaum geschneit.

Aufgrund der anhaltendem Dürre haben sich in vielen Gebieten in den ausgetrockneten und verkrusteten Böden Risse gebildet. Bild: dpa

Ausbleibende Niederschläge sind in Kalifornien keine Seltenheit. Auch in der Vergangenheit ist es dort immer wieder zu lang anhaltenden Dürreperioden gekommen. Dennoch gilt die aktuelle Trockenheit schon jetzt als die schwerste Dürre seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen vor 120 Jahren. Klimatologischen Untersuchungen zufolge leiden die südlichen und die zentralen Landesteile sogar unter der schlimmsten Dürre seit mindestens 1200 Jahren. Der Wassermangel hat dort längst katastrophale Ausmaße erreicht.

Viele Farmer sind auf künstliche Bewässerung ihrer Ländereien angewiesen. Wo das nicht mehr möglich ist, gehen nicht nur Erträge, sondern auch Jobs verloren. Bild: dpa

Mit Blick auf den nahenden Sommer wächst auch die Furcht vor einer verheerenden Waldbrandsaison: Früh ergrünte Gräser und Buschwerk drohen deutlich schneller zu verdorren als sonst, was einen idealen Nährboden für unkontrollierbare Feuer bietet. Hinzu kommt, dass die meisten Stauseen des Landes nicht mal halb voll sind und die Grundwasserspiegel landesweit sinken. Obwohl die Behörden mit teils drastischen Maßnahmen versuchen, der Verschwendung von Wasser entgegenzuwirken, steht das Land vor einer kaum noch beherrschbaren, katastrophalen Dürre.

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