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Unwetter im Rückblick

Montag, 14.09.2015

Keller und Straßen unter Wasser

Gewitter verursachen Schäden

Heftige Gewitter hat die Feuerwehr Mitte September auf Trab gehalten. Regengüsse überfluteten Straßen, schwere Sturmböen beschädigten etliche Dächer und rissen Bäume um. Besonders schlimm traf es den Südosten Österreichs.

Man könnte meinen, diese Wolke versucht hier in Unterfranken gleich mehrfach einen Tornado zum Boden zu schicken. Meldungen, ob es tatsächlich einer war, gab es aber keine. Bild: Klaus Beermann via facaebook

Heftige Schauer und Gewitter zogen am 14. September 2015 über den Westen und Süden. Sie gingen mancherorts mit Sturmböen über Tempo 80 einher, in Würzburg wurde sogar eine orkanartige Böe von 106 Kilometer pro Stunde registriert. Die Unwetter verursachten größere Schäden. So musste die Feuerwehr in Unterfranken etliche Male ausrücken, um vom Sturm abgedeckte Dächer zu sichern und vollgelaufene Keller auszupumpen. Einige Straßen standen zudem unter Wasser.

Die Sturmböen rissen auch Bäume um, die nachfolgend einige Straßen und Wege blockierten. In Wiesloch bei Heidelberg krachte ein großer Ast auf einen VW Kombi und demolierte ihn. Dachziegel fielen auf geparkte Fahrzeuge und hinterließen große Dellen. Bei Meppen auf der B 402 hatte ein Lkw-Fahrer Glück im Unglück, als ein umstürzender Baum sein Führerhaus traf. Der Fahrer blieb unverletzt. Im Bahnverkehr im Emsland kam es zu Behinderungen, nachdem ein Baum auf die Gleise gestürzt war.

Vor allem vom Kraichgau bis nach Franken hinein erreichten die Spitzenböen Tempo 80 und mehr.

In Oberbantenberg im Oberbergischen Kreis schlug ein Blitz in ein Haus ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Das Feuer hatte sich schon weit in die Dämmung gefressen. Daher musste die Feuerwehr das Dach von oben öffnen, um an die Glutnester zu kommen und den Brand zu löschen. Das Obergeschoss war nachfolgend für längere Zeit unbewohnbar.

In vielen Landesteilen zogen die Gewitter auch mit eindrucksvollen Wolkenformationen durch. Bilder: Frank Kretzer, Robert Meindl und Martina Baier

Sehr heftig fielen die Unwetter im Südosten Österreichs aus. Dort standen nach ergiebigen Regenfällen ganze Landstriche unter Wasser und kleinere Flüsse verwandelten sich in reißende Ströme. In Bad Gleichenberg trat der Sulzbach über die Ufer und setzte Geschäftslokale sowie Wohnhäuser teils über einen Meter unter Wasser. Auch andernorts wurden zahlreiche Keller, Straßen und landwirtschaftliche Nutzflächen überflutet. Die Wassermassen zerstörten 1000 Hektar Ackerflächen, der Schaden lag im zweistelligen Millionenbereich.

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