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Unwetter im Rückblick

Mittwoch, 27.05.2015

Hitzewelle lähmt Indien

Mehr als 1100 Hitze-Tote

Bei einer heftigen Hitzewelle in Indien sind über 1100 Menschen ums Leben gekommen. In Teilen des Landes wurden Höchstwerte von knapp 50 Grad gemessen.

Eine Hitzewelle sorgte kurz vor dem Einsetzen des Monsuns für viele Opfer in Teilen Indiens. Der durch die lange Trockenzeit völlig ausgedörrte Boden verstärkte die Aufheizung noch. Bild: dpa, WetterOnline

Eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 45 Grad hat Teile Indiens gelähmt. Dabei starben bereits mehr als 1100 Menschen an Hitzschlag oder Austrocknung. In dem am schlimmsten betroffenen südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh erlagen fast 900 Menschen der Hitze. Im benachbarten Bundesstaat Telangana wurden 200 Hitzetote gemeldet. Dort waren die Temperaturen auf bis zu 48 Grad gestiegen.

Unter den Opfern sind vor allem Bauarbeiter und ältere Menschen, aber auch viele Obdachlose, die von den Warnungen der Behörden nicht erreicht wurden. In der Stadt Neu Delhi schmolz der Asphalt auf den Straßen, auf denen viele bitterarme Menschen weitgehend ohne Schutz vor der Hitze leben. Die Behörden forderten Hilfe bei der Trinkwasserversorgung. Ursache der hohen Temperaturen war ein Nordwestwind, der heiße Wüstenluft in die Ballungsräume beförderte.

Extreme Hitzewellen mit Werten von bis zu 50 Grad kommen in Indien immer wieder vor. Vor allem zum Ende der Trockenzeit kurz vor dem Einsetzen des Monsuns werden regelmäßig sehr hohe Temperaturen erreicht, da der völlig ausgedörrte Boden die Aufheizung noch verstärkt. Die Hitze ist eine enorme Belastung für Mensch und Natur, der Beginn des Monsuns mit heftigen Gewittern ist daher für die meisten Inder trotz der dann häufig auftretenden Überschwemmungen ein Freudentag.

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